00:00:00: Energie im Wandel.
00:00:01: Die Energiewirtschaft steckt in der größten Transformation ihrer Geschichte und der Druck aus Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit steigt.
00:00:08: Mein Name ist Klaus Habmann und in diesem Podcast erfährst du von relevanten Entscheidungsträgern und inspirierenden Visionären wie der nachhaltige Wandel in die Energiewirtschaft und auch in deinem Unternehmen gelingen kann!
00:00:19: Mein heutiger Gast ist Patrizia Dau von den Stadtwerken Steinburg und West-Holstein Wärme.
00:00:24: Sie beschäftigt sich mit der Wärmelwendigkeit in Deutschland und zeigt, wie aus kommunaler Wärmeplanung konkrete Projekte vor Ort entstehen können – mit einem klaren Fokus auf Umsetzung, Infrastruktur und regionale Lösungen.
00:00:36: In dieser Folge sprechen wir über kommunale Wärmerplanung die größten Hindernisse auf dem Weg zur Umsetzung und die Frage welche Rolle Stadtwerke bei einer klimaneutralen Wärmenversorgung übernehmen können.
00:00:45: Das Thema dieser Folge lautet also Wärme, Wände in Schleswig-Holstein.
00:00:49: Hallo Patrizia!
00:00:50: Schön dass du da bist.
00:00:52: Hallo Lieber Klaus vielen Dank.
00:00:53: schön das ich da sein darf.
00:00:55: Ja wir hatten ja schon ein intensives Vorgespräch wo es um ziemlich viele Sachen ging Ich aber jetzt immer noch nicht weiß wie Du eigentlich zu dem gekommen bist was Du heute machst.
00:01:03: sprich Wir können doch mal, ich sag mal wir heißen das hier Demaskieren.
00:01:07: Wir haben viel über das Thema Joggen und sonstige gesprochen Haben aber nichts drüber gesprochen Wie Du Zu den Stadtwerken Steinbocke kommen bist Und wie Du überhaupt in die Gewerkschaft reingeschlittert bist.
00:01:17: Ja, die Schleife erziele ich tatsächlich sogar sehr gerne.
00:01:20: Weil ich sie selber auch schön finde und ich komme ursprünglich gar nicht aus Norddeutschland sondern von Bodensee ganz konkret aus überlegen.
00:01:27: Ach was!
00:01:28: Das ist das
00:01:29: Überlegen ist noch da wo es dieses Museum gibt mit den alten Ritterfiguren oder?
00:01:33: Da habe ich nämlich auch das Thema den Alarm ausgelöst.
00:01:35: Ich dachte, das machen wir erst zum Ende vom
00:01:39: Podcast aber... Wahrscheinlich gibt es das Museum gar nicht mehr.
00:01:41: Aber damals hat der diese Ritterrüstung, ich fahre die so schön, denn fummelt man dran rum und dann zack alarm ausgelösseln muss man sich alles wieder erklären oder sowas.
00:01:49: Das waren nämlich hundertprozentig damals in Überlingen.
00:01:51: Ah, schön!
00:01:52: Ja, das ist
00:01:52: ja auch nicht so einfach mit dem ganzen Baden an da unten, da muss man ein bisschen mehr erklären.
00:01:57: Genau, aber ja, ich komme aus Überlingen meine Familie wohnt tatsächlich noch dort nach einem Auslandsjahr in Brasilien hier hochgezogen und tatsächlich, deswegen mag ich die Geschichte so gerne erzählen für die Energiewende.
00:02:10: Ich habe damals schon Abitur in Schleswig-Holstein für erneuerbare Energien gemacht nämlich bei dir um die Ecke also im Oster Röhnfeld beziehungsweise der Strecken gehört zu Rendsburg und bin danach tatsächlich in die kommunale Energiewirtschaft gestartet und bereits fast elf Jahre jetzt bei den Stadtwerken Steinburg.
00:02:29: Cool das heißt es war Bbz wahrscheinlich, wo du das gemacht hast.
00:02:33: Da bin ich nächste Woche im Montag und mache Werbe für unseren Studiengang der ja auch hier so nachhaltig oder nachhaltigen dieses Thema heißt.
00:02:41: Aber was hast du in Brasilien gemacht?
00:02:42: Das war ein Schüler-Austausch.
00:02:44: Ja
00:02:47: genau.
00:02:48: Ich hatte damals tatsächlich einen Stipendium bekommen für sozial engagierte Menschen in Deutschland.
00:02:54: Und dann ging es um Völkerverständigung und bin dort zur Schule oder aufs College gekommen.
00:03:00: Okay, krass.
00:03:00: Und ein ganzes Jahr?
00:03:01: Das heißt du hast portugiesisch gelernt oder konntest das vorher oder wieder noch
00:03:05: ... Kannst du das nur?
00:03:05: ja und nein!
00:03:06: Ich dachte jetzt
00:03:06: passt schon...
00:03:08: ich krieg das schon hin und es ging auch wirklich gut.
00:03:14: Es war kein ganzes.
00:03:15: Ja, es waren mal nicht neun Monate.
00:03:18: Bin ein bisschen früher wiedergekommen weil ich dann dort schon mich für das Abitur beworben habe und noch einen Führerschein brauchte und mich um eine Wohnung kümmern musste und all das.
00:03:27: Und deswegen bin ich ein bisschen früher zurückgekommen.
00:03:31: Aber ja, Portugiesisch habe ich gelernt ist heute leider nicht mehr so.
00:03:34: Ich hab dann irgendwann Abitur in Spanisch geschrieben also kannst du dir wählen eine Englisch oder im Spanischen oder andere Sprachen?
00:03:45: Ich glaube hier in Städtich-Horstein ist auch Dänisch ganz stark vertreten und mit dem Spanische Lernen ist ganz viel Portugiese schweckefallen.
00:03:51: aber ich verstehe es tatsächlich noch sehr gut!
00:03:53: Okay cool.
00:03:55: Und dann hier wegen des Abitursohres, das finde ich großartig.
00:03:58: Ich habe ja leider von meinem Nachbarn der Marke, ist ja der Schulleiter vom BBZ und den hab' ich auch schon zwei oder dreimal angehauen ob ich da mal irgendwie Werbung für Schülerinnen machen kann und erst dann immer sinngemäß am rumholen.
00:04:08: Ich übertreibe ein bisschen er kriegt ja auch fast gar keine Schülerinnen und Schüler mehr die sich Erneuerbare, ich sag mal den erneuerbaren Zweig und das erneubare Abitur interessieren.
00:04:18: Ich finde es ja umso schöner zu hören dass zwei tausend zwölf aus der komplett anderen Richtung Deutschlands sich Menschen da hoch beworben haben.
00:04:24: cool.
00:04:24: Das ist echt eine coole Geschichte.
00:04:25: Ja ich habe von der Entwicklung gehört.
00:04:27: uns sind sie selber auch total schade.
00:04:29: ich durfte vor kurzem Zwei Vorlesungen zur kommunalen Wärmewende an der LV Westpüste geben und dort war tatsächlich auch eine Studierende, die von dem Abiturjagang kommt.
00:04:40: Und die auch darüber berichtet hatte dass es eben sich ja das ist nicht mehr so stark besucht ist.
00:04:46: Ja schade also müsste man mehr Werbung für machen.
00:04:51: Bronze nach wie vor sucht.
00:04:53: Also natürlich merken wir auch das Thema Energiewende ist vielleicht jetzt gar nicht mehr so on fire, wie vielleicht noch vor zweieinhalb Jahren oder sowas.
00:05:00: und dennoch habe ich das Gefühl dass alle meine Absolventen und Absolventinnen sehr gute Stellen finden irgendwo entweder in der Region oder sie wollen nach Hamburg oder Berlin oder sowwas und kommen da eigentlich immer sehr gut unter.
00:05:11: deswegen ja da kann man mehr Wärmung machen und vielleicht machen wir das ja einfach gemeinsam weiter.
00:05:16: Wo hast du
00:05:18: es dann studiert, auch hier irgendwo?
00:05:20: Ich
00:05:20: habe tatsächlich dual studiert an der Nordakademie.
00:05:23: BWL ist klassisch aber eben im Hause Stadtwerke Steinburg und hatte dadurch immer den Bezug zur Energiewirtschaft Und kann das auch das Studium sehr weiter empfehlen.
00:05:33: Das war sehr praxisnah für mich erfolgreich.
00:05:39: Auch das kenne ich zufälligerweise, weil mein Bruder das studiert hat.
00:05:42: Das ist auch bekannt, hier bin ich auch dual studiert aber halt in Baden-Bürnberg.
00:05:46: Es ist sehr geeignet und tatsächlich danach gut arbeiten zu können.
00:05:50: Vielleicht baue ich auch nicht so dass man da jetzt wissenschaftlich total abdriftet und sich da irgendwo verliert?
00:05:54: Das ist wahrscheinlich selten der Fall gewesen oder
00:05:57: Ja, aber man bekommt ein gutes Verständnis für wissenschaftliche Tätigkeit also wissenschaftliches Arbeiten.
00:06:03: Ich habe ja keinen Vergleich.
00:06:05: Deswegen kann ich nicht sagen, es ist deutlich anders als zur Uni oder so.
00:06:09: aber... ...ich würde sagen auch heute.
00:06:12: also sowohl das Abi hier, das glaube ich sagen die wenigsten, als auch der Studium hilft mir heute noch oft weiter.
00:06:20: Okay, das gut!
00:06:22: Das ist schön.
00:06:23: Du hast ja die Stadtwehrgesteinbarung schon erwähnt im Vorgespräch?
00:06:25: Hast du gesagt wenn du den... den Komplex erklärt und dann noch die West-Holstein-Wärme.
00:06:30: Und dann doch das Gestern, wo wir uns gestern getroffen haben durch Watt, ist der Podcast schon voll?
00:06:34: Versuch mal deine Tätigkeiten so ein bisschen zusammenzufassen und die Häuser für die du tätig bist da in den Kontext zu bringen!
00:06:41: Ja ich probiere es mal kurz und knapp.
00:06:42: also die Stadtwerke Steinburg wurden im Jahr zwei tausend acht gegründet damals von den Stadtwerken ihrzu hohen Glück statt quasi als Dienstleistungsgesellschaft, als Tochtergesellschaft wo das ganze Personal angestellt ist.
00:06:58: Wir bringen heute tatsächlich die Dienstleistungen für die Stadtwerke Itzeho, Glückstadt-Wilzer und Grundsbüttel.
00:07:07: Das sind unsere Muttergesellschaften und das ganze Personal ist im Stadtwerk Steinburg angestellt.
00:07:14: Die Stadtwerker Steinburg haben aber quasi kein Esset also sie haben keine Netze, die haben keine Erzeugung, die Und die Mutterstadtwerke halten quasi noch an ihren Netzen, an den Erzeugungen aber auch an den Produkten fest.
00:07:31: Also man kann bei den Stadtwerken in Steinburg keinen Gas und keinen Strom kaufen und auch keine Wärme sondern tatsächlich nur die Dienstleistung.
00:07:39: Okay, verstehe ich.
00:07:43: Das bedeutet?
00:07:44: Dass später dazu gekommen sind, Brunsbüttel und Willster und sie sind im Jahr zwei, zehn, zwölf oder sowas irgendwie dann...
00:07:51: Für uns bitte kann ich es ganz genau sagen.
00:07:52: Das war, meine ich, im Jahr twohundneinzehn und willst da früher.
00:08:00: Gut also irgendwann zwischen zwei tausend acht und neun.
00:08:02: Aber trotzdem ein sehr junges Konglomerat im Vergleich zu vielen anderen
00:08:07: Stadtwerken?
00:08:08: Ja genau als die Stadtwerke SH.
00:08:10: Also gerade diese ganzen Zusammenschlüsse für Bundstadtwerke entstehen ja tatsächlich erst jetzt So richtig.
00:08:17: Also das merken wir jetzt ja gerade in den letzten Jahren, dass sich immer mehr zusammentunen was ja auch total sinnvoll ist weil die Herausforderungen werden immer größer und so werden eben Synergieeffekte gehoben.
00:08:27: und naja man kann es ganz einfach erklären man hat eben ein Kontroling was für vier Stadtwerke tätig ist eine Kaufmannschaft, eine Netzwirtschaft und hebt Synergie.
00:08:39: Effekte
00:08:40: Kann ich gut nachvollziehen.
00:08:42: Und die Westdeutschland-Wärme ist dann nochmal separat dazu.
00:08:46: Ja, genau.
00:08:47: Die West-Holstein-Wärme ist tatsächlich eine Gesellschaft der Entwicklungsgesellschaft West-Heulstein und der Stadtwerkebrunnsbüttel.
00:08:53: so schwiegt sich quasi der Bogen, wieso ich dort Prokuristin bin?
00:08:57: Wir aus den Stadtwerken Steinburg bringen auch die Dienstleistungen und es ist ein bisschen mein Wärmekind oder unser Wärmekind und ich wurde als Prokuristen bestellt.
00:09:10: Die west-Hollstein-wärme is eigentlich ne Projektgesellschaft Die Wärmenetze, na ja Projektgesellschaft ist eigentlich das falsche Wort.
00:09:19: Also in eine Gesellschaft die Wärmeprojekte in Dittmarchen und in Steinburg umsetzen soll also gerade in Orten so einen Kommunen, die kein eigenes Stadtwerk haben, die quasi unterstützen tätig werden.
00:09:31: Und unser großes Projekt was ja auch bekannt ist, ist unser großes regeneratives Wärmanetz, was wir aktuellen von Spüttel bauen genau.
00:09:39: Okay, das heißt ihr seid gar nicht festgelegt auf die vier Standorte wo die Mutterhäuser herkommen sondern ihr könnt in allen anderen Kommunen da eigentlich ... tätig wird im Grunde.
00:09:47: Und man ist über die Wissholsteinwärme, ja?
00:09:49: Okay cool!
00:09:50: Wie groß ist das in Brunsbüttel wenn ich dann noch mal nachfangen darf.
00:09:52: also wie viel Wärme wird da produziert... ...wie viele Menschen oder Haushalte sind danach angeschlossen?
00:09:57: im Idealfall das ist auch nur so ein Thema.
00:09:59: Ja das stimmt da so recht wir sind tatsächlich relativ gut ausgestellt in der Wahrscheinlichkeit aber wir bauen bis zum Jahr zwanzig und dann haben wir in den ersten Ausbaustufe elf MW an Produktion und sieben Kilometer Netzlänge.
00:10:16: Wir versorgen alle Voraussicht nach ungefähr zwanzig Prozent von Brunnsbüttel, also für den Brunsbilder Einwohnern dann mit regenerativer Fernwärme.
00:10:24: Okay.
00:10:24: Und dann eher ich sage mal tatsächlich ein Familienhäuser oder eher so?
00:10:28: Weil im Brunsbuddel gibt es ja auch unfassbar große Industriekomplexe die wahrscheinlich deutlich mehr Wärmeschlucken als irgendwie ein Familienhaus.
00:10:35: Genau.
00:10:37: Gute Frage Es sind tatsächlich überwiegend Mehrfamilienhäuse Aber auch Gewerbeeinheiten, ganz viel kommunale Liegenschaften.
00:10:46: Und wir haben also... Wir sind aber ja nicht auf dem Industriestandort.
00:10:50: Also Kunstbüttel ist ja geteilt durch den Nordostseekanal.
00:10:52: da haben wir einmal den Industriestaundort quasi und einmal die Stadtprunzbütel wo ja auch die Saasol ist und wir nutzen ja auch Die Abwärme der Saasoll und verteilen die unter anderem über das Regal-Narrative Wärmenetz.
00:11:06: Okay cool!
00:11:07: Das heißt schon Wohnbedauung die da versorgt wird mit Abwärke aus einem Industriebetrieb.
00:11:12: Ja, Abwärmepumpen die gegen Industrieabwasser laufen alternativ auch gegen das Nordostseekanal Wasserlaufen kann und Dampf aus dem BBC Hackschnitzelheizwerk.
00:11:25: Ah ok stimmt das gehört auch mit der Stadt Wegen Flensburg.
00:11:27: das habe ich auch mal besichtlich vor vielen Jahren
00:11:29: ja heute tatsächlich nicht mehr
00:11:33: also schon lange verkauft und andere übergeben aber es ist das gleiche Hackschnittelwerk.
00:11:37: was wann ist das gebaut worden?
00:11:40: sechs, sieben.
00:11:41: Also es ist auch schon alt
00:11:43: für... Das kann ich dir ehrlich gesagt nicht beantworten.
00:11:46: also das ist auf jeden Fall nicht neu da können wir einen Haken dran machen und es ist tatsächlich auf der Industrie Seite.
00:11:52: Da geht's ein Bestandsdyker und dort wird quasi der Dampf einmal unterm Nordostsee Kanal durchgeleitet.
00:11:59: hauptsächlich wird er genutzt um die Saarsoe mit Industriedampf zu versorgen.
00:12:05: kleine Menge übrig.
00:12:06: Manchmal ein bisschen mehr, manchmal ein bisschen weniger die eben auch genutzt werden kann um sie ins regenerative Netz einzuspeisen.
00:12:12: wir nutzen die vor allem für Lastspitzen.
00:12:14: Okay cool, verstehe ich.
00:12:17: Für was?
00:12:19: Genau aber das wird grundsätzlich für etwas anders weil ich frage mal bei Lastspitzeln deswegen nach... Laschspitzen zu nutzen, das heißt ja dass man irgendwie jemand anderem was wegnimmt.
00:12:26: Das heißt diejenigen die es ansonsten nutzen haben das dann in dem Augenblick nicht zur Verfügung?
00:12:31: Nee so ist es tatsächlich nicht.
00:12:32: also die haben Priorität.
00:12:34: Es gibt immer eine gewisse Menge die über ist Die wir aber nicht immer brauchen.
00:12:37: Also gerade im Sommer brauchen wir sowieso deutlich weniger Wärme.
00:12:40: Da denken wir fast den ganzen Wärmeverbrauch Den wir über das Netz haben über die Abwärme von der Saar-Sol und ergänzen eben so ein bisschen durch die Wärmepumpen.
00:12:48: Und ja, am Ende ist es natürlich so dass so eine Energiezentrale heute intelligent geschaltet wird und dann nutzt man die Währmequelle, die aktuell am günstigsten ist und wenn der Strom eben günstigt ist als Hauptbestandteil einer Wärmelpumpe, dann würden wir die Wämerpumper anschalten beziehungsweise die energiezentrale steuert das dann automatisch und in anderen Fällen den Dampf nutzen.
00:13:10: Okay, verstehe ich Aber eigene KWK Strom erzeugen habt ihr denn nicht mit am Standort?
00:13:15: Das ist nicht vorgesehen,
00:13:17: noch nicht.
00:13:17: Also nicht für das regenerative Netz und es war ursprünglich früher einmal vorgesehn.
00:13:23: wir sind aber ja mit der ersten Planung zweitausend also die Ursprungsplanung für die West-Holsteinwärme für das Regenerative Netz ist zwei tausend achtzehnt entstanden.
00:13:32: darauf wurde dann irgendwann Im Rahmen eines Quartierskonzeptes der Stadt Brunsbüttel.
00:13:37: Darauf wurde dann eine Machbarkeitsstudie aufgesetzt und im Oktober die West-Holsteinwärme gegründet, und dann quasi der Monule II Antrag zur Umsetzung bestellt.
00:13:50: Damals wurde noch geplant mit Gas-Kesselanlagen.
00:13:54: Wir hatten aber zwischendurch eine Energiekrise haben das Gas quasi einmal aus unserer Planung rausgeworfen.
00:14:01: Das klingt so ein bisschen einfacher als es tatsächlich war, haben dann auch irgendwann festgestellt gut unsere heutige Planung passt tatsächlich gar nicht mehr zu dem was wir eigentlich wirklich umsetzen, haben eine neue Machbarkeitsstudie geschrieben einen Teil des Fördermittels zurückgegeben und sind ins BEW gestartet und heute übers BEW gefördert und heute ja komplett regenerativ.
00:14:22: Wir haben tatsächlich noch zwei BHKWs, im Prinzip bitte für Bestandsnetze beziehungsweise ich glaube es geht ja.
00:14:31: Aber für das neue generative Netz haben wir keine Verbrennung mehr.
00:14:35: Wir haben nicht mal einen Schornstein.
00:14:37: Okay sehr gut.
00:14:38: Braucht man da im Grunde auch nicht?
00:14:40: Genau!
00:14:41: Gut verstehe ich und deine Aufgabe bei der Stadtwerken Steinburg ist das von Transformation gesagt dieser Begriff, die spreche ich mir hier einmal an.
00:14:49: Das heißt dass ist das was du tagsüber auch noch machst wenn du dich nicht um Wärme kümmerst.
00:14:54: Nee, der Wärme gehört dazu.
00:14:55: Also die Abteilung Transformation beinhaltet die Geschäftsführung erneuerbare Wärmen eben für alle unsere Standorte hier also von Glückstadt bis Brunsbüttel quasi überall zu Hohe und Wildstar dann aber auch E-Mobilität und Erneuerbarer Energien.
00:15:12: natürlich habe ich ein Team hinter mir was mich bei den Themen unterstützt.
00:15:16: Das ist gut!
00:15:17: Jetzt hat mal hier so eine Frage geschrieben, wo ich gar nicht weiß.
00:15:20: Also wenn ich sie gestellt bekommen würde müsste ich lange nachdenken.
00:15:22: aber vielleicht bist du kreativer Patrice.
00:15:23: das kann natürlich sein.
00:15:24: was war bisher eines der prägensten Projekte oder Erlebnisse in deiner Arbeit rund um die Fernversorgung oder bei Stadtwerken allgemein?
00:15:31: Gibt es da irgendwas was du da wie so ein Piekerlebnis hervorsticht?
00:15:36: Naja, also es gab also ein Erlebnis so an sich.
00:15:39: Da gibt's viele... Also da denke ich immer an die West-Holsteinwärme.
00:15:43: Wir sind ja so'n bisschen die Pioniere mit unserem Projekt und machen ganz viel zum ersten Mal.
00:15:51: Also nicht nur wir sondern auch wir in Schleswig-Hollstein.
00:15:55: das heißt wir müssen irgendwie sowiegegehen wie wir wechseln einen Fördermittel superkomplex Erklär das mal dem Aufsichtsrat.
00:16:02: Das ist ja eine Totalkomplex, dann gilt es so eine Finanzierung aufzubauen und all die Themen irgendwie zu jonglieren und dann zu leeren – es gibt nicht immer nur Vorwärts-, sondern manchmal gehst du auch ein paar Schritte zurück um dann aber dafür mehr Schritte wieder nach vorne zu gehen.
00:16:21: Das hat mich so die letzten Jahre.
00:16:23: ich bin seit Ende im Projekt des regenerativen Netzes in der West-Holstein.
00:16:29: Wärme.
00:16:31: Ja, das hat mich stark beeinflusst aber auch wachsen lassen.
00:16:34: Das muss man ganz klar sagen.
00:16:35: also ich bin bestimmt oft nach Hause gegangen und dachte oh Gott oh Gott Wahnsinn.
00:16:40: wir müssen damit aufhören Und am nächsten morgen immer wieder aufgestanden sein.
00:16:45: so jetzt erst recht.
00:16:47: Man braucht wirklich Durchhalte vermuten
00:16:49: Und im Augenblick ist der Daumen gerade zur Seite, geht nach oben.
00:16:52: oder wie ist jetzt die Lage?
00:16:55: Es gibt immer solche Tage aber in Summe und ich glaube das ist das Wichtigste.
00:16:59: Der Daumen immer nach oben.
00:17:01: Wir haben die Energiezentrale von der Fassade also das Gebäude ist fertig gebaut wir haben die Ausschreibung gerade abgeschlossen beziehungsweise die Angebote bekommen für die Ausstattung der Energiezentrare also dort quasi das Herzstück dort wo unsere Wärme gesteht oder entsteht und wir sehen den Netzbau, es schreitet voran.
00:17:19: Es passiert wirklich was man erzählt nicht nur noch etwas sondern man setzt wirklich um.
00:17:23: das ist super positiv und am Ende würde ich sagen findet man immer für alles eine Lösung.
00:17:30: Da helfen wahrscheinlich auch die aktuellen Preise die wir jetzt durch die Iran-Krise wahrnehmen auch?
00:17:36: Oder ist das etwas wo du sagst das ist eigentlich so kurzfristig dass hat da gar kein Einfluss drauf.
00:17:41: Doch, ich finde es schon.
00:17:42: Also gerade in Argumentationen an der Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern hilft das total.
00:17:49: Das ist aber ja nur ein Punkt, den du angesprochen hast.
00:17:51: Man muss auch über das Gebäude-Modernisierungsgesetz sprechen.
00:17:55: Und das wiederum... ...ist eher wieder einen Rückschritt.
00:18:01: Ist das wirklich ein Rückschnitt für euch?
00:18:02: Ich habe das Gefühl diese Biotreppe ist so verwirrend verunsichert, dass die Leute, die gar nicht als Chance wahrnehmen oder als vermeintliche Chance sagen, da stehe ich alles nicht kommen.
00:18:12: Jetzt mache ich doch lieber Fernwärme.
00:18:14: Da ist praktisch der andere verantwortlich da irgendwie das Ding zu dekarbonisieren?
00:18:19: Ja, ich glaube, das kommt darauf an.
00:18:21: heute kann man ja nichts sagen wie wie die Wärme Kunden das tatsächlich wahrnehmen sondern Die Tatsache ist einfach, dass Gasheizungen weiter eingebaut werden dürfen.
00:18:30: und das sehe ich schon als Problem weil im Ende sind wir Versorger, die mit den hohen Preisen irgendwann um die Ecke kommen die ihre Netze jetzt früher abschreiben, die ja irgendwie sich auch Gedanken machen müssen.
00:18:41: Wann, wie lange bewirtschafte ich denn noch welchen Netzabschnitt?
00:18:45: Und wenn sich dann ein Kunde eine neue Gastherme einbaut und wir ihn in fünf oder in sechs oder in zehn oder zwölf Jahren sagen Hallo lieber Kunde!
00:18:55: Wir können das net nicht mehr bewirtschaften weil du bist einer der letzten Kunden hier am Netz Dann sind es immer wir, die die schlechten Nachrichten überbringen ... eine blöde Situation.
00:19:05: Dafür braucht es eine
00:19:06: Lösung.".
00:19:07: Das stimmt, muss man da nicht sogar... Hatten wir nicht gestern besprochen diesen zehn- jahres Vorlauf einhalten?
00:19:13: Das hatte ich glaube hier Jörg erzählt von SRNetz genau.
00:19:17: ... zwar dann irgendwie mehr Planungssicherheit, aber natürlich es ändert nix an der Tatsache... ...dass ihr die schlechten Nachrichten überbringen müsst.
00:19:24: Richtig!
00:19:24: Und jemand anderes da womöglich was versprochen hat,... ...was in der Form denn nicht gekommen ist okay?
00:19:29: Und vor allem es ärgert ja euch auch wahrscheinlich bei der Wirtschaftlichkeit... ...eures Fern- und Nahmermennetzes,... ...weil dadurch ja für den gewissen Zeitkunden und Kunden nicht verfügbar sind,... ...die womöglich die Wirtschaftlichkeit hätten erhöhen können wenn sie dabei gewesen wären.
00:19:42: Bestimmt ich mache mir bei unserem Netz immer gar nicht so Probleme um die... um Kunden, die sich heute nicht anschließen lassen.
00:19:49: Weil es ja überwiegend mehr Familienhäuser sind und dort in der Regel einfach Fernwärme das bessere Produkt ist weil eben nicht total große Stromanschlüsse benötigt werden, weil nicht große Wärmepumpen kauft werden müssen und weil der Anschluss an unser Netz an der Stelle einfach günstiger ist.
00:20:05: aber natürlich ist es auch gerade für viele andere Versorgern Thema Und wir haben hier auch Projekte wo viele Einfamilienhäuse mit am Netz liegen und wo das ein großes Thema wäre.
00:20:16: Wie unterscheidet sich in deiner Wahrnehmung eigentlich das Thema Wärmewende zur Stromwendig?
00:20:21: Den Begriff verwenden wir ja eigentlich nicht.
00:20:22: Also ich zumindest selten, es ist natürlich ein anderes Spiel weil wenn du für die Transformation zuständig bist, ist es natürlich bei euch viel Wärme würde ich mal vermuten aber im Stromsektor passiert parallel auch ganz viel.
00:20:34: Seid ihr da genauso aktiv oder gibt's da Schwerpunkte dir ersetzt?
00:20:39: Ja also am Ende machen das meine Kollegen aus der Netzwirtschaft sich um die Stromwände zu kümmern.
00:20:45: Man muss aber sagen, das funktioniert natürlich nur gemeinsam.
00:20:48: Weil die Wärmewende am Ende ist Strom das Medium welches genutzt wird um grüne Wärmen zu erzeugen.
00:20:55: Strom brauchen wir immer anstelle von Gas heute.
00:20:58: Das heißt ohne Strom geht es nicht.
00:21:00: also Wir müssen Strom und Wärmewende natürlich gemeinsam denken.
00:21:02: Es hängt ja auch zusammen.
00:21:05: Aber Ja Die Herausforderungen an der Stelle sind komplex weil immer mehr Strom benötigt wird Und egal ob in der Wärmel oder in der Immobilität Die Netze müssen ertüchtigt werden.
00:21:17: Wahrscheinlich ist die Lage da auch noch nicht so prekär, würde ich sagen.
00:21:20: bei den meisten anderen Kommunen wo ich rum komme sind zwar die Aussichten irgendwie schon so dass man dann irgendwann ein paar Graffits in A ziehen muss um da sicherzustellen das nicht alle gleichzeitig Elektroautoladen und nicht alle gleichzeitig die Wärmenpumpe betreiben, wobei endlich mal sich die Wermepumpen zumindest die kleineren in den Einfamilienhäuser selten so groß dimensioniert sind, dass sie wirklich da deutlich über die vier Komma zwei KW hinaus schießen.
00:21:42: Bei den Elektrofahrzeugen ist es aber schon ein Thema.
00:21:44: Merkt ihr das schon oder kommt das wahrscheinlich auch in drei, vier Jahren?
00:21:47: Oder was auf euch zu?
00:21:50: Die Kollegen berichten schon, dass sie das merken.
00:21:52: Ich würde aber auch sagen die haben in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet.
00:21:55: also wir sind nicht gestern damit angefangen sondern schon ein paar Jahre früher da entsprechend die Netze zu ertüchtigen.
00:22:02: Aber natürlich problematisch sind gar nicht nur die Privatkunden Sondern natürlich die Industrie, die ja auch irgendwie Gas kompensieren müssen.
00:22:09: Es ist aber auch die Logistik, die heute LKWs nutzt mit Diesel fahren und morgen eben eh LKWs einsetzen wollen.
00:22:20: Die brauchen viel Strom, die brauchen hohen Netzanschluss und denen geben die Netze in den seltenen Fällen noch her.
00:22:27: Ja das stimmt.
00:22:30: Das Thema ist so groß.
00:22:31: Klassnummer über das Thema Wärmesprechen werden hier im Vorfeld auch fragend aus der Community und vielleicht nochmal ein bisschen aus, ich sag mal, den Stadtwerken Steinberg oder Westdeutschland rauszoomen.
00:22:43: Die Frage ging in die Richtung, es sind ja viele Stadtwerke tatsächlich gerade beim Thema Finanzierung echt unter Druck.
00:22:50: Da gab's dieses Stichwort Joint Venture Modelle.
00:22:52: ob das was ist, dass man jetzt auch als Stadtwerk sagt okay man kann sich sowohl die Finanzierung als auch den Betrieb vielleicht auch die Umsetzung irgendwie mit Partnern vorstellen?
00:23:01: Was nimmst du bei euch war und du bist hier auch bei Wattzeil.Null in der Branche unterwegs?
00:23:05: Ja!
00:23:05: Was nennst du da im Land wahr?
00:23:09: Erstmal kann man sagen, dass die Finanzierung eine der größten Herausforderungen der Wärmewende ist.
00:23:14: Warum ist das so?
00:23:14: Weil die Wärmewände und der Bau von Wärmennetzen allen einfach unfassbar kostenintensiv ist.
00:23:20: also die Gräben zu bauen, die Leitung reinzulegen und eine Erzeugung zu schaffen ja es sehr kostenintensive.
00:23:29: tatsächlich ist es so dass man bei der Finanzierung oder beim Aufbau von alternativen Geschäftsmodellen wie gesagt, das Join Ventures Projektgesellschaften ein bisschen flexibler sein muss.
00:23:44: Da kommen wir als kommunale Gesellschaften sind wieder bekanntlich eher so ein bisschen träge also man ist ja eher in seiner kommunalen Gesellschaft und nicht offen für alternative Gesellschaften.
00:23:54: es gibt auch unsere Rahmenbedingungen geben dass er im vielen Fall gar nicht unbedingt her.
00:23:59: Aber wir sehen hier in Schleswig-Holstein, aber auch gesamt in Deutschland schon das sich die Modelle ändern.
00:24:05: Ich hatte gerade einen Austausch mit, kann ich dir übrigens sehr empfehlen für ein weiteren Podcast Gordon Appel von den Stadtwerken Konstanz.
00:24:12: Da hört man wieder, ich war am Bodensee und hatte ihn gefragt ob wir uns einmal austauschen wollen.
00:24:17: Die haben ganz spannendes Projekt beziehungsweise Modell umgesetzt und setzen es weiter um.
00:24:26: sechs oder sieben Wärmenetze, die Sie in den nächsten Jahren bauen wollen und sehen eben die Herausforderung in der Finanzierung aber auch in der operativen Abwicklung.
00:24:35: Und haben sich jetzt auf jeden Fall schon für das erste Wärmennetz ein Modell zusammengebaut, indem Sie sich – und ich hoffe, ich gebe das jetzt richtig wieder – einen operativer externen Partner dazuholen, genau denn nicht nur der zum Einen Geld mitbringt, aber zum anderen auch operativ tätig ist.
00:24:55: Das heißt sie gründen eine gesonderte Gesellschaft und setzen in dieser Gesellschaft das neue Wärmenetz umbauen und betreiben es.
00:25:02: Finde ich super spannend.
00:25:04: Tatsächlich ist es so wenn ich jetzt einmal auf unseren Verbund gucke.
00:25:07: wir arbeiten auch schon in alternativen Finanzierungsmodellen.
00:25:11: beispielsweise wird in EZUHO gerade ein neues Wasserwerk gebaut und dort haben wir eine Bürgerbeteiligung in Form von Genussrechten eingeholt.
00:25:20: Und das hat mein Kollege Achim Richter hier sehr erfolgreich umgesetzt, da geht es jetzt nicht um Wärme aber um die Finanzierung für die Herausforderung, die wir vor der Prost haben.
00:25:31: Genau!
00:25:32: Der Kollege von den Stadtwerken Grundsagen Herr Baumgärtner, der hat genau das Modell auch umgesetzt für ein Wärmeprojekt
00:25:40: Für das Geotemi-Projekt, oder war es die Geotemie-Bohrung?
00:25:43: Oder wo hatten wir Geld vereinbart für die Wärme?
00:25:47: Genau.
00:25:47: Für das Regenerativewärmeprojekt.
00:25:51: Aber unter dem Strich kann man sagen... Wir sind auf dem Weg und haben uns auf die Reise gemacht.
00:25:55: Wir öffnen uns.
00:25:56: Wir werden da flexibler als kommunale Versorger auf jeden Fall.
00:25:59: Wir haben aber auch gar keine anderen Möglichkeiten.
00:26:01: Die Wärmeländer, die ganze Transformation alleine zu stemmen.
00:26:05: Das ist so nicht möglich, wir brauchen da Partner und da wird man sich auch Richtung Joint Venture Projekte gesellschaften und so weiter öffnen.
00:26:13: Ja cool!
00:26:14: Und dieser ich sage mal berühmte karnatische Rentenfonds der ist jetzt noch nicht in der Boronse weil das wäre für die auch ein angenehmes Investment weil sie wollen ja auch im Grunde Geld langfristig anlegen was es langfristiger als so ein Darmeprojekt also wenn's natürlich trägt und funktioniert usw.
00:26:29: Ich meine Influenzburg gibt's jetzt Ich weiß nicht, fünfundfünfzig Jahre Erfahrung.
00:26:33: Es hat ja relativ lange ganz anständig funktioniert.
00:26:36: aber solche Investitionsgeber sind jetzt noch nicht wahrgenommen?
00:26:41: Hast du noch nicht einen wahrgenommen so muss man sagen
00:26:43: ich habe schon erst tatsächlich wahrgenommen doch.
00:26:47: Aber
00:26:48: die Herausforderung ist ja so ein bisschen.
00:26:52: Wir sind ja als kommunale Gesellschaften, also wir stehen ja vor mehreren Herausforderungen.
00:26:55: Einmal wollen wir eine neue Infrastruktur schaffen und die soll gerne komplett regenerativ sein und dann sind wir aber auch hier kommunale Versorger.
00:27:02: das heißt wir wollen dass alles gerne Bezahlbar umsetzen.
00:27:06: sozial verträgliche Preise sind für uns total wichtig genauso wie die Wirtschaftlichkeit und das beides beißt sich natürlich immer ein bisschen.
00:27:13: und externe Investoren die wollen ja auch irgendwie so guten Return-on-Investment sehen, die wollen einen guten Kapitaldienst sehen.
00:27:23: Das ist gar nicht immer so einfach das auch tatsächlich darzustellen.
00:27:26: Das geht natürlich aus der kommunalen Gesellschaft deutlich einfacher und da liegt ein bisschen die Herausforderung drin.
00:27:33: Ja okay kann ich gut nachvollziehen.
00:27:35: Die wollen dann irgendwie fünf acht zehn Prozent oder sowas sehen?
00:27:38: Und dass natürlich denn auf Kosten derjenigen die Wärmeterie bezahlen müssen am Ende?
00:27:43: Ja das ist logisch.
00:27:45: Gibt es weitere Hindernisse ... die du wahrnimmst, dir aber in der öffentlichen Diskussion so gar nicht auftauchen.
00:27:52: Also das was du deiner täglichen Arbeit... ... immer wieder als Thema hast und dich von das Hefeum spricht dann da keiner drüber?
00:27:58: Und es ist doch so hinderlich!
00:28:02: Ja also hinderlig finde ich fast die falsche Begrifflichkeit.
00:28:06: Ich glaube was man immer unterschätzt ist wie zeitintensiv es tatsächlich ist.
00:28:11: Wir haben ganz viele Begrifflichkeiten in den Medien,... ...aber auch wenn wir jetzt sprechen na Wärmeplanung, was is Wärmeplanung?
00:28:18: Also Wärmeplanung, wir haben ja einmal die kommunale Wärmeplanung.
00:28:21: Das ist ein strategisches Instrument was eine Kommune auflegen soll.
00:28:25: Da geht es darum, was ist denn grundsätzlich heute an Wärmeninfrastruktur vorhanden?
00:28:31: Wie ist der Bedarf in... ...二 Tausend Vierzig, zwei tausend viertzig und auch Zwei Tausends Dreißig?
00:28:38: Und wie könnte so ne regenerative Wärmelwende umgesetzt werden?
00:28:42: Aber die tatsächliche Wärmemplanung Die ist ja viel intensiver.
00:28:46: Also wir müssen uns angucken, wie sind die Potenziale wirklich?
00:28:49: Welche Flächen sind verfügbar?
00:28:52: Welchen Fördermittel gibt es?
00:28:53: ganz entscheidender Faktor und wie ist denn die Medienlage im Boden immer wenn wir Wärmenetze verlegen dann machen wir so richtig große Creme.
00:29:01: also wir sprechen Ganz oft über zwei Meter, das ist schon in der Regel der ganze Gehweg.
00:29:07: Wenn denn im Gehwäg überhaupt noch Platz ist, ist meistens übrigens nicht.
00:29:10: Also wir gehen immer an die Straße und also ist überhaupt Platz für so eine Wärmeinfrastruktur?
00:29:16: Und das ist einfach total herausfordernd!
00:29:19: Das muss man mitdenken wie zeitintensiv das ist... ...und dann bremst tatsächlich auch wenn es nicht ohne geht das Fördermittel weil vom Fördermittelantrag bis zur tatsächlichen Bewilligung Und dass man dann erst in den Start der Ausschreibung geht, die ja auch noch mal sehr zeitintensiv ist.
00:29:37: Dauert es einfach unfassbar lange und diese Verzögerung auch zu kommunizieren und an den Kunden tatsächlich am Ende zu bringen, der ja irgendwie schon vor Jahren das erste Mal von der Idee gehört hat, dass hier ein Wärmenetz entstehen könnte, der aber gar nicht weiß wie lang es tatsächlich dauern kann – das ist total herausfordernd!
00:29:56: Ja, das glaube ich.
00:29:58: Und vor allem das ist ja immer auch Fördermittel angewiesen, Da hat man sich ja dran gewöhnt in der Bronze, dass im Grunde irgendwie für alles eine Förderung da sein muss und daher auch immer darüber diskutiert wird.
00:30:08: Und gerade das Thema Energiewende ist ja durch externe Effekte die ja im Bereich der fossilen Brennstoffe häufig nicht internalisiert werden.
00:30:16: Es ist notwendig weil die fossilen konnten halt lange Zeit immer billiger anbieten als sie fossilen, als sie erneuerbaren seien konnten.
00:30:23: aber dass man sich da drauf beziehen muss und das ja diese Verzögerung bringt, ist ja irgendwie schon entscheidend.
00:30:28: Es gibt es nix was da ich sag mal Fördermittel frei funktioniert.
00:30:32: also ne nicht so.
00:30:35: Ja naja funktionieren tut das alles dann aber halt zu einem hohen Wärmepreis.
00:30:40: wir bekommen heute eine Förderung in Höhe von vierzig Prozent.
00:30:43: wenn wir nach Brunsbüttel gucken dann macht das fast fünfzehn Millionen aus.
00:30:47: die fünfzehnt Millionen müsstest du über einen anderen Weg einsammeln und das is heute nicht möglich ohne Fördermittel zu bauen.
00:30:53: Das muss man ganz klar sagen, es gibt bestimmt irgendwie kleine Projekte die möglich sind und vielleicht auch aufgrund der Geschwindigkeit dann umgesetzt werden aber in der Größe auf gar keinen Fall.
00:31:05: Und das ist ja auch was total positiv.
00:31:06: Schön dass es in Deutschland diesen Weg gibt schön dass wir die Transformation so ja auch ein bisschen beschleunigen können also dass wir sagen können somit Förderungen können wir auch heute einen Wärmenetz bauen was ohne Förderung eben nicht wirtschaftlich uns sehr verträglich umsetzbar wäre.
00:31:21: Das stimmt.
00:31:22: Das passt zu der anderen Frage, die auch noch online gestellt wurde.
00:31:26: Es geht mich da genau um das Thema Geschwindigkeit und auch gesagt wird dass moderne KI-Werzeuge wahrscheinlich ganz viele Prozesse bei euch ja unfassbar beschleunigen.
00:31:33: also ich würde mal vermuten hat es immer Netzplanung wobei Wird das wirklich durch KI beschleunigt?
00:31:37: Oder ist es eine Mehrheit, dass man im Grunde da aufs Knöpfchen drückt und dann zack!
00:31:41: Dann hat er da das perfekte Netz.
00:31:42: Weil ich weiß, kurze Geschichte dazu... In meinem Forschungsprojekt was ich gerade mache, da geht's auch um ein paar Grafvierzen A- und dann gibt's immer so synthetische Netze die erstellt werden diese synthetischen Netze, die dann da irgendwie über die Gemeinde gelegt werden Die haben gar nichts mit der Realität zu tun wie es dann halt historisch gewachsen ist in der Wirklichkeit.
00:32:00: Insofern wäre die Frage wenn man da so ne Aufs Knöffchen drück KI-Netzplanung macht Ist die wirklich eins zu eins verwendbar?
00:32:06: oder sagst du, nee?
00:32:07: Da muss man eh nochmal sieben und zwanzig mal ran.
00:32:09: Und das verändert und beträgt sich gut wird.
00:32:12: Ja also das ist ja sowieso schon ein sehr schwieriges Thema.
00:32:15: Also der Einsatz von KI bei der kritischen Infrastruktur schwierig auch bei uns im Haus ganz stark diskutiert.
00:32:23: Also ich und damit vertrete ich einfach nur meine persönliche Meinung würde sagen KI ist total wichtig und es geht nicht ohne und viele Prozesse werden damit in Zukunft auch stark beschleunigt.
00:32:34: Heute kann ich aber sagen, dass die Wärmeplanung nicht abhängig ist von... Also sie wird nicht gebremst durch die tatsächliche Planung.
00:32:42: Also bei uns machen das Planungsbrot.
00:32:44: Die Bremsen diesen Prozess nicht im Gegenteil.
00:32:46: also wir sind hier laufend in der Abstimmung und passen ja auch heute noch an.
00:32:50: Wir sind bereits im Bau Und passen die Planungen auch an eben gerade weil wir sehen die Medienlage es doch ein bisschen anders als wir gedacht hätten.
00:32:57: oder Gestattungsverträge sind so nicht umsetzbar wie wir uns das am Anfang überlegt hatten.
00:33:03: Das heißt, da gibt es ständig Anpassungen.
00:33:05: Bremsen ist wirklich zum einen die Finanzierung einer Finanzierung für so ein großes Projekt aufzubauen und zum anderen der ganze Fördermittelprozess.
00:33:15: Deswegen also ich fasse nochmal zusammen KI super wichtig in vielen Prozessen.
00:33:20: Ich bin mir sicher dass das heute keine Beschleunigung bringt.
00:33:23: Also es gibt ja schon ganz viele digitale Tools um Wärmenetze zu planen.
00:33:28: Das nutzen wir mit unserem Planungsbrot, das nutzen wir hier aber auch intern.
00:33:31: Das nutzen ja tatsächlich schon viele Jahre.
00:33:34: Das läuft ohne KI und hilft natürlich total um gerade so ein erstes Gefühl zu bekommen für eine Umsetzbarkeit und dann gegebenenfalls in der Machbarkeitsstudie darauf aufzusetzen, um die Fördermittel zu beantragen.
00:33:48: Das sind wir aber heute schon total schnell.
00:33:50: Also so ein kleines Netz, das irgendwie weiß ich nicht zwei Straßen umschließt, das können wir an einem Vormittag darüber einmal simulieren.
00:33:58: Okay, Ruckzog cool!
00:34:00: Das Thema Genehmigung ist dann aber keins mehr oder?
00:34:02: Da haben jetzt gar nichts drüber gesprochen.
00:34:03: Das war ja früher mal eins, dass die Genehmigungsdauern auch langfristig waren.
00:34:07: Aber im Verhältnis zur Fördermittelberatsstellung wahrscheinlich einen sehr geschmeidiger und schneller Prozess.
00:34:15: Es kommt drauf an.
00:34:17: Also wir hatten tatsächlich Themen mit der Baugenehmigung, der Energiezentrale weil so ein komplexes Hausgebäude was so viele verschiedene Module beinhaltet gab es halt noch nie.
00:34:29: aber grundsätzlich muss man sagen wenn man nicht gerade im Kampfmittelrisiko-Gebiet ist wo man eben da noch auf Freigaben warten muss würde ich sagen sind Genehmigungsprozesse überschaubar.
00:34:42: Okay sehr gut Du musst wahrscheinlich selber gar nicht in Gesprächen mit potenziellen Kundinnen und Kunden oder?
00:34:48: Auch tatsächlich
00:34:49: schon.
00:34:49: Okay, sehr schön!
00:34:50: Was sind denn da so die Argumente?
00:34:51: also sprich die Pro-Augumente und was entgegnen die dann warum die nicht unterschreiben wollen?
00:34:55: ist das noch wie früher dass sie sich dann nicht festlegen wollen?
00:34:58: Sind's die Kosten oder keine Ahnung?
00:35:00: wo hakt es da in der Praxis?
00:35:02: Spannende Frage.
00:35:03: ich hatte tatsächlich... Ein Gespräch oder eine Sitzung mit einer Hausverwaltung und quasi den Eigentümern, die für mich auch sehr erkennungsreich war.
00:35:13: Da bin ich reingegangen und wir haben liebsten wieder rausgelaufen.
00:35:15: Dann kam mir gleich irgendwie Sätze zugeflogen.
00:35:19: also wir unterzeichnen hier auf jeden Fall nicht sondern es ist alles viel zu teuer.
00:35:23: Wir haben das schon geprüft und dachte ich so okay gut jetzt einmal tief durchatmen und dann versuchen die Leute an die Hand zu nehmen und ihnen einfach mal ein bisschen zu erklären Was liefern wir eigentlich für ein Produkt?
00:35:33: Was sind die Vorteile, was sind vielleicht auch die Nachteile?
00:35:35: und einmal aufzuräumen.
00:35:38: Also gemeinsam die Argumente aufzuräumen ja.
00:35:41: Und es ist tatsächlich so dass viele denken und gerade auch aus der medialen Historie das Fernwärme total teuer ist deutlich.
00:35:50: Das Problem ist, dass sie Kunden in der Regel immer mit Gas vergleichen.
00:35:53: Die vergleichene halt immer ihre Gaskosten.
00:35:55: Was zahle ich heute pro Kilowattstunde Gas?
00:35:58: Und was muss sich dann pro Kilo watt Stunde Wärme bezahlen?
00:36:01: Da muss man ganz viel kommunizieren, ganz viel erklären.
00:36:05: Weil am Ende liefern wir das fertige Produkt.
00:36:08: also Gas musst du durch deine Gastherme ja erst in Wärme umwandeln.
00:36:13: Das heißt du musst auch an eine Gastherm investieren.
00:36:16: Du hast jedes Jahr ja auch Kosten für Instandhaltung, Wartung etc.
00:36:22: Für den Schandsteinfeger.
00:36:24: Wenn wir mit der Fernwärme kommen dann ist es im Fall von Bruns Bittl dass macht auch jedes Werk anders und machen wir hier Im Stadtwerk Steinburg macht das jeder anders.
00:36:32: Aber in Prinzip bitte kann ich sagen, da gehört uns die Übergabestation.
00:36:36: Das heißt wir warten die Wir haben die Wartungskosten und der Kunde hat nicht zusätzliche Kosten, den noch auf ihn zukommen Er zahlt halt seinen Arbeitspreis und sein Grundpreis Und hat quasi das rundum sorglos Paket.
00:36:47: er muss sich nicht daran er muss Ich nicht drum kümmern welches Gesetz morgen beschlossen wird und wie was dann überhaupt regenerative Wärme ist oder ob ich das überhaupt noch brauche Oder ob sie noch grüner sein muss sondern wir liefern einfach das Produkt dass den Maßgaben entspricht und er hat keine Sorgen mehr damit.
00:37:05: Und wenn man die, die den Austausch hatte gerade so die Erklärung zwischen Gas und dem fertigen Produkt Wärme dann hat man eigentlich die meisten schon abgeholt.
00:37:18: Okay das heißt bei der Vollkostenbetrachtung da überzeugst du nach wie vor viele oder ist es soweit auch fern?
00:37:25: Weil wir preis sind ja extrem unterschiedlich muss man ja auch zu gehen.
00:37:28: Es gibt immer diesen Vergleich, wir machen das auf Landesebenen.
00:37:31: Das ist für uns das Ding.
00:37:32: noch mal ein Kieler die Statistisches Landesamt, nee der Verbraucherschutzzentral, ich weiß gar nicht wer da immer macht.
00:37:38: Aber auf jeden Fall, dass war ja immer so dieses Darmortbescheid.
00:37:40: Nicht, dass man da wieder in der oberen Hälfte auftaucht und dann wieder Ärger bekommt.
00:37:45: Und inzwischen sind wir auch alle dazu verpflichtet, auf landesebene unsere Preise zu melden.
00:37:50: Was ich auch total gut und richtig finde weil am Ende gilt es da irgendwie auch transparent zu sein.
00:37:55: man darf nur eben nicht vergessen das ist ja anders als bei Strom oder Gas.
00:37:59: Es ist wirklich von einer Erzeugung abhängig.
00:38:02: also jede Wärme wird ja anders erzeugt und man zahlt für dieses Produkt.
00:38:08: und daran hängt mit dem jetzt super klemmlich Die AVB Fernwärmepv, die gibt uns ganz klar vor heute.
00:38:17: Die leider von den Hundertundundundachtzig ist also nicht mehr in das heutige System passt.
00:38:21: Wir warten also schon lange auf die Novelle wie so einen Fernwährmepreis auszusehen hat oder die ganze Formel und wie sie dann eben auch gleitet.
00:38:29: Und auch das ist total Ja, kompliziert es dem Kunden zu erklären.
00:38:33: Also wie soll der Kunde denn auch so eine Formel verstehen?
00:38:36: Die wirklich ja auch als Formel aufgebaut ist wo ein Preis rauskommt, der jedes Jahr einmal neu gleitet und mit der Erkleidung hat er dann auch nicht wie beim Strom.
00:38:44: also wenn wir den Strom erhöhen, dann hat der kunder einen Sonderkündigungsrecht.
00:38:46: das hat er bei Wärme ja nicht weil er die Formel kennt.
00:38:50: Die aber natürlich unberechenbar sich weiterentwickeln kann im Laufe der Jahre.
00:38:55: Das würde ich so nicht unbedingt sagen, ja wir haben das gesehen weil eben viele an dem an der an verschiedene die Formeln hängen immer an verschiedenen Indizes.
00:39:05: Und ein Indizip bildet eben den Wärmemarkt ab.
00:39:08: Ja, der Wärmemarkt ist halt aufgrund der Energiekrise durch den Gaspreis in den letzten Jahren sehr hochgegangen und sehr langsam zurückgekommen.
00:39:15: Das ist der Grund warum viele Fernwärme Preise eben so explodiert sind.
00:39:19: Verschiedene Versorger haben gesagt okay gut so sind aber tatsächlich nicht unsere Kosten.
00:39:24: Wir sehen das dass der Preis zu hoch ist, dass dem Markt was anderes sagt und haben den Preis künstlich durch Rabatte oder so gesenkt.
00:39:30: Manche haben aber auch gesagt Gut Aber so sind tatsächlich unsere Kosten also super unterschiedlich.
00:39:36: Ja, das ist ein breites Feld und aber ich bin auch bei der das zu erklären.
00:39:43: Ich hatte da auch mehrfach die Notwendigkeit gerade bei größeren Kunden diese Preisterklausen zu erklären.
00:39:48: Das ist nicht intuitiv.
00:39:50: Keiner hat so viel Bock auf Mathe wie ich in diesen Terminen.
00:39:53: Die meisten haben dann abgewogen wieder Klaus Schreibt nachher, was rauskommt.
00:39:58: Dann ärgern wir uns oder wir freuen uns und fädigen.
00:39:59: Das ist natürlich kein großer Vorteil für den Durchschnittsmenschen dass er die Formel sieht und damit arbeiten kann.
00:40:05: Nee
00:40:05: das ist wirklich sehr komplexen!
00:40:07: Und nicht kundenfreundlich, das muss man sagen.
00:40:12: Wir müssen diese Preisforme verwenden und dem Kunden erklären warum es so ist.
00:40:18: aber am Ende zählt eben der Preis.
00:40:21: Große Glück, dass wir die Abwärmen in Brunsbüttel umsonst bekommen und den Anteil geben.
00:40:25: Wir auch so eine Fernwärmeklausel quasi fest weiter.
00:40:29: Das heißt ein fester Bestandteil läuft halt immer gegen Null und damit gehe ich davon aus, das der Preis relativ konstant bleibt.
00:40:36: Und bei regenerativen Netzen hängt es ja vor allem am Strompreis.
00:40:39: Ja und da würde Ich sagen wenn ich meine Glasskugel gucke Dass wir da eher In der Zukunft sinkende Strompreise haben als steigende.
00:40:49: Aber wie werden das sehen?
00:40:50: Ja, gut.
00:40:50: Das ist aber tatsächlich auch wieder... Wobei wenn es am Index hängt, dann nimmt sie ja irgendein Durchschnittsinnex.
00:40:55: die tatsächliche Fahrweise wird hier so sein dass ihr den Strom dann benutzt weil natürlich besonders viel Wind und Solanergie da ist und ihr dann natürlich zu billigen Stromkosten den Strom bezieht.
00:41:04: das kann wahrscheinlich die Formel gar nicht abbildend oder?
00:41:09: Doch kann Sie wir geben tatsächlich unsere Ist-Stromkosten weiter.
00:41:13: Ah okay, das geht.
00:41:15: also müssen wir mal nach dem Podcast besprechen ok Weil dann ist man ja fast wieder bei einer Ist kostenverrechnung.
00:41:20: Ja, als einen Bestandteil.
00:41:22: Aber ich glaube jetzt wird es auch ein bisschen kompliziert.
00:41:26: Wir verlassen das Thema... Ich hatte noch so eine Frage.
00:41:29: Du hast ja gesagt dass ihr nicht nur praktische Brunns-Büttelwärme Konzepte entwickelt sondern hier im Grunde für Ditmarschen und für Steinburg auch an anderer Stelle tätig werden könntet.
00:41:38: sind es denn dann immer so Nahwärmenetze die entstehen oder könnten das auch wirklich zur Lösung sein?
00:41:43: Das ist immer etwas was mich umtreibt So eine Art Contracting anbietet und sagt, okay lass uns die kleinere Einheiten überlegen.
00:41:51: Vielleicht sogar auf einzelne Hausebene muss ja nicht gleich das ein Familienhaus sein.
00:41:57: Schwebt euch sowas auch vor oder sagt ihr ne?
00:41:58: Das ist irgendwie nicht unser Style.
00:42:01: Ja doch voll!
00:42:01: Also sind wir auch schon in der Umsetzung haben wir schon umgesetzt.
00:42:04: also zum einen einmal ein Beispiel ist ein Gebäudenetz kann man ja ein Gebüudenetz mehr Familienhäuser zusammengeschlossen und versorgen die über eine große Pellet-Heizung.
00:42:16: Wir denken aber auch darüber nach, also es gibt einfach die klassischen alten Wärmenetze, die eben auch medial so schlecht dargestellt wurden und ja auch schwierig sind, das sind alte Netze, haben hohen Wärmeverlust und die sind einfach noch alle durch ne Gaserzeugung... Also die Wärmengestierung entsteht durch durch eine Gaserzeugung.
00:42:40: Da sind wir auch im Überlegen, wie gehen wir mit den Netzen?
00:42:43: Und da ist natürlich ein Ansatz und liegen uns heute noch nicht die letzten Erkenntnisse vor.
00:42:48: aber Einsatzansatz ist dort einfach zu sagen okay lieber Kunde, weil wir sehen dass die Fernwärme hier zu teuer ist eben gerade aufgrund einer geringen Wärmelinien Dichte eines alten Netzes einer nicht regenerativen Erzeugung.
00:43:04: also dass wir dort sagen, okay, wir bieten eine Contracting-Lösung in Form einer Wärmepumpe
00:43:10: an.
00:43:10: Okay und die auch wirklich auf einzelnen Objektebene dann eingesetzt?
00:43:15: Genau und überall da wo wir heute große Wärme Verbräuche sehen also wie zum Beispiel mehr Familienhauskomplex oder ja ein Industriestandort der kein großes Netz darstellt Da können wir uns sowas auf jeden Fall auch vorstellen.
00:43:32: Und da gibt es verschiedene Modelle, also du kannst ja einmal die Anlagen kontrakten.
00:43:36: Du kannst aber auch sagen dass du quasi ein kleines Netz baust einen Gebäudennetz sozusagen und dadurch regenerative Wärme liefern.
00:43:45: Okay cool!
00:43:47: Dann aber auch tatsächlich die Anlage fahrweise optimieren im Strommarkt ausrichten, also ein Kram das wäre dann auch mit dabei Okay.
00:43:54: Weil das sicher gerade, dass da ja im Grunde viele Start-ups reingraben in den Markt und ich immer Angst habe um die Stadtwerke, dass wenn sie im Grundes das Thema Gas irgendwann abwickeln und nicht alle bei der Fernwärmung angeschlossen sind, dass der ganze Markt dann da wegbricht.
00:44:07: aber da seid ihr sozusagen wachsam und bietet auch diese Lücke Einzelobjektlösungen an?
00:44:13: Ja!
00:44:13: Ja, absolut.
00:44:15: Das ist für uns ein ganz großes Thema, dass wir sehen, dass das Gasgeschäft die dicke Cashcow muss man ja ganz ehrlich sagen, die wir heute haben und in den letzten Jahren auch hatten, dass sie eben wegbricht und dass wir uns da diversifizieren müssen.
00:44:30: Und das größte Feld ist auf jeden Fall der Wärmemarkt.
00:44:34: Wir wollen unsere Kunden nicht nur heute mit Gas versorgen aus dem die Kunden selber Wärme produzieren sondern wir wollen in Zukunft auch Wärmepersorger sein Allerdings nur dort, wo es wirklich auch sinnvoll ist für den Kunden.
00:44:46: Also wir hatten ja gerade über Preise gesprochen und ein ganz wichtiger Punkt, den ich auch gerne immer noch mitgebe, ist Wir prüfen am Ende immer unter den Vollkosten einer Wärmepumpe Und die liegen immer boomerlich bei zwanzig Cent sinken aber eher pro Kilowattstunde.
00:44:59: Das heißt darunter muss irgendwie unser GP sein, unser Gesamtpreis AP plus GP.
00:45:05: Und das gilt es umzusetzen.
00:45:07: und wenn du drüber bist dann muss man immer
00:45:09: ...
00:45:10: schauen, ob doch eine Alternative wie eben... ...ne Einzelösung sinnvoller ist.
00:45:14: Ja, das stimmt!
00:45:15: Was habt ihr denn in den nächsten Jahren vor?
00:45:17: jetzt zum Ende des Gesprächs?
00:45:18: Was sind die also außer Ruensbüttel im Betrieb nehmen?
00:45:20: Das ist klar, dass wird jetzt wahrscheinlich bis neunundzwanzig.
00:45:23: hast du gesagt oder seid ihr da mit dem ersten Behauptstätten?
00:45:25: Ja genau, ja.
00:45:26: Nee, nee, nee.
00:45:27: Also mit dem Gesamtnetz.
00:45:28: Ach so mit dem gesamten
00:45:29: Netz?!
00:45:29: Okay, dann habe ich das falsch verstanden sorry.
00:45:32: Ansonsten was ist da in den Startlöchern, was du heute schon Ankündigen magst?
00:45:37: Wir haben, wenn wir auf die Stadt Wecker-Steinburg schauen ganz verschiedene Prüfgebiete wo wir auch Machbarkeitsstudien umsetzen.
00:45:45: Eine ganz große Machbarkeit Studie setzen wir hier gerade in Izuho um also da prüfen wir einmal ob wir die Abwärme von Holzeem nutzen können um damit Stadteile von Izu ho zu versorgen.
00:45:57: das ist auf jeden Fall was uns aktuell sehr umtreibt und uns auch in den nächsten Jahren noch umtreiben wird.
00:46:02: Also nicht nur die Abwehrmennutzung sondern Die Wärmeversorgung hier in Itzehoe, dann haben wir aber auch in Wilster die Abwärmen-Nutzung vom Tenet-Converter.
00:46:12: Da sind wir tatsächlich schon mit der Machbarkeitsstudie durch und gehen jetzt in die Umsetzungsplanung Und das wird uns auch stark umtreiben.
00:46:20: also super spannende Projekte.
00:46:22: und das gleiche haben wir auch in Glückstadt.
00:46:24: Auch dort prüfen wir wie ist abwärme von Steinbeiß gegebenenfalls in Pflückstadt verteilbar, was wäre da möglich oder gibt es Alternativen?
00:46:34: Wir haben ja eigentlich total tolle Standorte gerade mit Brunsbüttel und Pfluckstadt die halt direkt an der Elbe liegen.
00:46:41: Es ist möglich Elbwasser zu nutzen für eine großwärme Pumpe aufzubereiten.
00:46:47: das sind Themenfelder mit denen wir uns heute stark beschäftigen.
00:46:51: Aber in Brunsbrüttel war ja auch schon eine Elbwärmepumpe dabei, oder?
00:46:55: Im Konzept.
00:46:55: Nordostseekanal.
00:46:57: Die Energiezentrale steht direkt am Nordostsekanal weil das Industrieabwasser was wir nutzen um die also was quasi in die Wärme pumpen gegen die Wermepumpen läuft.
00:47:09: wenn das ausfällt oder genau das wird heute tatsächlich in den Nordostsee Kanal eingeleitet und wenn es ausfellt dann wollen wir eben auf den Nord Ostseekanal zugreifen
00:47:19: macht das eigentlich einen Unterschied, weil der Nostalekanal ist ja nicht für die Elbe so ein fließendes Gewässer sondern steht hier eher bei der Wärmenutzung.
00:47:26: Ist das unerheblich oder stelle ich mal gerade was Falsches vor?
00:47:29: Wir stellen uns bis heute auf jeden Fall keine Erkenntnisse vor, die da einen Unterschied aufzeigen.
00:47:35: Gut, weil ich hätte mir gedacht, die Elben muss in der Hinsicht besser sein, weil da kommt ja im Grunde immer wieder frisches Wasser daher und es ist ja nichts so ein stehendes Gewesser wie zum Beispiel.
00:47:42: in Flensburg ist ja auch die Förder stationiert.
00:47:44: Da ist jetzt wenig Bewegungen drin trotzdem bauen sie's ja
00:47:49: Ja.
00:47:50: Nee, das ist an der Stelle aus meiner Sicht und aus meiner Erkenntnislage keine Herausforderung weil die Gewässer ja sehr, sehr groß und lang und schon auch fließend sind.
00:48:00: Okay cool.
00:48:01: Patricia was habe ich vergessen?
00:48:02: Also sprich am Ende stelle ich immer die Frage welche Frage würdest du jetzt in meiner Rolle dir gerne noch stellen weil du da unbedingt noch eine Antwort unterbringen wolltest?
00:48:11: heute gibt es doch irgendwas hier unter den Nägeln brennt was du gerne noch erzählen wolltest.
00:48:17: Ich finde, wir hatten ein total gutes Gespräch und ich hoffe auch dass wir deinen Hörerinnen und Hörern einen guten Einblick geben konnten.
00:48:26: Oft fragt man ja was braucht es denn tatsächlich für eine erfolgreiche Wärmewende?
00:48:30: Und das beantworte ich auch sehr gerne!
00:48:33: Das sind nämlich drei Punkte aus meiner Sicht einmal Mut, Flexibilität und Durchhaltevermögen.
00:48:38: Man braucht einfach Mut um neue Wege zu gehen, flexibel... muss man sein, um immer wieder auf neue Rahmenbedingungen reagieren zu können und Durchhaltevermögen, um halt wirklich immer wieder zwei Schritte nach vorne einen Schritt zurück.
00:48:53: Immer wieder konsequent weiterzugehen.
00:48:57: Okay, das finde ich spannend!
00:48:59: Aber wie kriegst du hin?
00:49:00: Wann ist Flexibilität dran und wann ist Durchhaltevermögend daran?
00:49:03: Weil das kann ja manchmal sich auch womöglich gerade widersprechen wenn man im Grunde sagt, nee jetzt will ich aber durch die Wand.
00:49:08: Aber nein da macht es vielleicht Sinn die Tür zu nehmen, die daneben ist.
00:49:11: Naja, Durchhaltevermögen geht ja eigentlich darum, dass man immer weiter an das Projekt glaubt und es auch tatsächlich in die Umsetzung bringt.
00:49:17: Und nicht sagt, oh Mensch jetzt gab's irgendwie so viele Punkte, die dagegen gesprochen haben.
00:49:22: Jetzt lassen wir das sein oder die politischen Rahmenbedingungen sind einfach nicht sicher genug weil im Ende befinden uns heute noch in einer Situation, die ja schon viele Unsicherheiten aufweist.
00:49:36: Und gerade wenn man auf das Gebäudemodernisierungsgesetz guckt sich nach Rückschlägen anfühlt.
00:49:43: Ja, das ist richtig!
00:49:45: Das stimmt.
00:49:47: Gut dann sage ich vielen Dank Patrizia.
00:49:48: Ich wünsche euch viel Erfolg weiterhin bei dem was ihr da alles macht mit Mut und Flexibilität immer Durchhaltevermögen Und ich drücke euch die Daumen und freue mich auf unser nächstes Wiedersehen womöglich wieder bei Watt zwei Punkt Null wo wir uns gestern erst gesehen haben.
00:49:59: Sehr schön Klaus hat mir viel Spaß gemacht mit dir.
00:50:01: Vielen Dank.
00:50:03: Ich freu mich dass du auch bei dieser Folge von Energiemannel dabei warst.
00:50:06: Wenn es dir gefallen hat dann hinterlasse mir gerne eine positive Bewertung bei deinem Podcast Player Und wenn du mir davon ein Screenswap schickst, dann hältst du eine digitale Version von meinem neuen Bruch.
00:50:15: Bis zum nächsten Mal bei Energie wandeln!