00:00:00: Energie im Wandel.
00:00:01: Die Energiewirtschaft steckt in der größten Transformation ihrer Geschichte und der Druck aus Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit steigt.
00:00:08: Mein Name ist Klaus Habmann und in diesem Podcast erfährst du von relevanten Entscheidungsträgern und inspirierenden Visionären wie der nachhaltige Wandel in die Energiewirtschaft und auch in deinem Unternehmen gelingen kann.
00:00:18: – das und starten!
00:00:19: Mein heutiger Gast ist Jakobschland.
00:00:22: Er leitet im Bereich Policy & Markets bei HIC-Konsultik und berät zu politischen regulatorischen und wirtschaftlichen Fragen der Energiewende.
00:00:29: Zuvor begleitete er die deutsche Energiepolitik viele Jahre als Journalist und leitete von siebzehn bis zwei vierundzwanzig beim Tagesspiegel den Bereich Background, Energie und Klima.
00:00:38: Dieser Folge sprechen wir über die vom HIC Consulting fachlich begleiteten Community-Szenarien von Energiemiteinander und Ambryon.
00:00:46: Wir diskutieren wie Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung des Energiesystems der Zukunft beteiligt werden können was solche Szenarier leisten und welche energiepolitischen Grundsatzentscheidungen Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität treffen muss.
00:00:59: Jakob, schön dass du da bist.
00:01:01: Grüß dich Klaus!
00:01:02: Vielen Dank für die Einladung, freut mich sehr.
00:01:05: Ich habe jetzt gerade gezuckt beim Vorlesen der Anmoderation.
00:01:07: ist es richtig HIC Consulting oder ist das C Strasse Consulting in Wirklichkeit?
00:01:13: Es ist so wie bei RWE, die auch nicht mehr reinisch-westfälische Energiewerke heißen sondern HiC Stand mal für HI und dann Consulting, also Hamburg-Institut-Consulting.
00:01:27: Aber
00:01:27: der Name
00:01:28: ist so eingeführt dass wir das quasi jetzt zusammengelegt haben und HiC einfach nur noch als Akronym-, als Buchstabenkombination übrig geblieben ist.
00:01:39: Okay
00:01:39: aber die Buchstabe eins ausgesprochen, du bekomm ich das nicht auffassend hier ist ja echt Hicknett oder sowas und ich jetzt da...
00:01:46: Bitte nicht, Klaus.
00:01:49: Hickkonsulting ist vielleicht eher in der spiritosen Branche gut aufgehoben worden.
00:01:54: Was hat denn ursprünglich mal dein Interesse am Thema Energiepolitik und Energiewirtschaft geweckt?
00:01:59: Weil du bist jetzt ja lange dem Thema treu geblieben.
00:02:03: Gab es da einen Moment?
00:02:04: oder manchmal ist auch so ein schleichender Prozess dass man sich dem annähernd wie war's bei dir Jakob?
00:02:10: Also ich glaube, es gibt so zwei emotionale Verankerungen schon in der Kindheit.
00:02:15: Das eine ist Channobyl ganz klar also wo einfach letztlich Energiegewinnung in mein Leben getreten ist.
00:02:23: Da war ich sechs, wurde sieben und auf einmal hieß es du kannst nicht mehr an den Sand kasten.
00:02:29: wir haben irgendwie fünfzig kilo Milchpulver bestellt Und irgendein Kindergarten in München, wo ich groß geworden bin hat dichtgemacht und die Kinder auf die Kanan verschifft.
00:02:45: Was natürlich übertrieben war.
00:02:48: Aber die Sorge damals war schon sehr, sehr groß.
00:02:51: Es war diese Strahlung von der man auch gar nicht wusste ob der Staat die ganze Wahrheit sagt.
00:02:58: Das war eine intensive Zeit, wo es einfach so in mein Leben getreten ist.
00:03:02: Es ging ja eben um Energiegewinnung.
00:03:05: Das Zweite ist, dass ich würde sagen relativ früh einfach mit dem Thema Klimawandel letztlich schon als Kind jugendlicher ganz gut informiert war und auch wusste so hundertprozentig wissenschaftlich abschätzen kann man es noch nicht.
00:03:21: Aber dieser Fahrt von mehr CO-Zweih und dann dem Zurückhalten der Wärmenstrahlung, der Atmosphäre.
00:03:29: Das ist eben gut und klar belegt und auch in einfachen Experimenten belegt.
00:03:33: Und da kommt unter Umständen ein riesiges Problem auf uns zu.
00:03:37: Das habe ich so, sag' ich mal einfach mit mir mitgetragen.
00:03:39: Ich hab nicht in die Richtung studiert zum Beispiel.
00:03:42: Robert, jetzt müssen wir ganz so fragen – wo ist dir das denn untergekommen?
00:03:44: Schon in der Schule im Kanada?
00:03:46: Erdkundenunterricht oder Physikunterricht?
00:03:48: Oder wie ist Klimawandel bei Ihnen tatsächlich?
00:03:50: In der Schule nicht wahrgenommen.
00:03:51: Ich bin jetzt nur ein Ticken jünger als du, also ich war vier Jahre alt als Janowill passiert ist.
00:04:00: Ich weiß nicht hier standen einfach unglaublich viele Bücher und Zeitschriften bei uns zuhause rum.
00:04:05: Und auch relativ progressive Sachen.
00:04:09: da bin ich wirklich sehr privilegiert aufgewachsen und ja eher in so einem Ich sag mal linksbürgerlichen Milieu, wo man sich vielleicht schon taggenfrüher damit beschäftigt hat.
00:04:23: Zeitung lag vor der Tür und so.
00:04:25: also das ist wirklich meine große Privilegierung dass ich da sehr früh in Kontakt mit kam und kann jetzt nicht genau sagen aber ich glaube es tauchte auch tatsächlich schon in den in der Schule auf.
00:04:39: ja bei uns schon das war Teil des Geografieunterrichts.
00:04:45: Ich kam
00:04:46: auch stark aus diesem Milieu.
00:04:48: Unsere Lehrer waren alt- und sechziger oder damals hat man sie noch alt-und sechzieger genannt, da waren sie doch nicht so alt.
00:04:53: Und die haben das schon auch stark in den Unterricht getragen.
00:04:58: Okay cool!
00:04:58: Und dein Studienwunsch war denn aber doch ein bisschen was anderes?
00:05:02: Ja mein Studienwünsch war Wirtschaftsgeschichte und Politik.
00:05:05: also ich bin sozusagen sehr politisch geprägt mich sehr, ich glaube es war auch so ein bisschen Zeitgeist in den Neunzigern.
00:05:16: Auch sehr für Wirtschaft interessiert und habe gemerkt dass mir diese Schnittstelle unglaublich gut gefällt.
00:05:22: das haben wir ja bei den Backgrounds dann eigentlich auch als sage ich mal Grundmission gehabt.
00:05:27: Ich hab immer gesagt wie erklären der Wirtschaft die Politik und der Politik die Wirtschaft?
00:05:31: Das war so ein bißchen die natürlich Regulierung eine ganz ganze zentrale Rolle spielt und das war so der Nexus der mich schon immer sehr sehr interessiert hat.
00:05:40: Und dann tatsächlich der Einstieg so Klima und Energiejournalist, der war total banal.
00:05:48: Weil einfach der Kollege bei der Berliner Zeitung damals, die ich damals unglaublich toll fand, will nicht zu viel sagen über den heutigen Zustand, der ging nach Brüssel als Korrespondent.
00:06:00: Ich war volontär und in der Wirtschaftsredaktion wurde diese Stelle freien.
00:06:04: Am Anfang dachte ich so, na wer doch besser?
00:06:06: Über die Autoindustrie?
00:06:07: das ist viel konkreter Das ist viel näher dran an den Leuten und Energie.
00:06:13: Und dann war mir eigentlich nach wenigen Tagen bis Wochen klar, wow das ist ein wahnsinnes Thema!
00:06:19: Das waren natürlich auch richtig toll damals.
00:06:22: Zwei-Tausendfünf würde ich volontär, zwei-tausend sieben dann Redakteur und das war natürlich eine fantastische Zeit mit dem ersten großen Solarboom Und nach völlig anderen Energiewirtschaften.
00:06:36: aber klar war, die kann nicht so bleiben wie sie ist.
00:06:39: Also Energiegipfel zum Beispiel hieß damals vier schwarze Limousinen fahren vor das Kanzleramt und NBW, Wattenfall RWE und EON steigen aus und dielen dann mal was jetzt passiert?
00:06:53: Was man wie die Energiepolitik ausgerichtet wird.
00:06:57: natürlich war gleichzeitig auch der Strommarkt schon liberalisiert.
00:07:00: Das wurde aber damals irgendwo noch als Störfaktor empfunden.
00:07:05: Man hat tatsächlich auch noch Kämpfe um Netzanschlüsse und Lieferantenwechsel usw.
00:07:10: geführt, das passierte also sehr viel.
00:07:14: der Markt veränderte sich rapide und die Erneuerbaren fingen eben an abzuheben gerade in Deutschland.
00:07:21: dann war natürlich der Atomausstieg ein Riesenthema.
00:07:24: ich muss sagen dass ist eigentlich so die einzige Sache wo ich fundamental meine Position geändert habe im lauf der Jahre Total erklärter Atomkraftgegner.
00:07:33: Piano Bill hat ja gerade schon erwähnt, wie mich das geprägt hat und ich bin inzwischen der Meinung, dass es besser gewesen wäre die letzten drei oder sechs Meiler, die relativ sicher sind laufen zu lassen.
00:07:46: natürlich ist ist es nicht wünschenswert und es wäre besser, wenn's ohne Atomkraft geht.
00:07:51: Aber ich glaube das tatsächlich... Wenn man den Klimaschutz so eine enorm hohe Priorität zu Recht einräumt die richtige Entscheidung gewesen wäre.
00:08:03: aber ja, ist meine Privatmeinung.
00:08:05: Ich verstehe auch die Kernkraftgegner.
00:08:07: Ja praktisch nur den Weiterbetrieb der bestehenden Anlagen also dir gebaut waren?
00:08:14: Hinckley Point B in Großbritannien und andere Projekte Flammenville usw.
00:08:21: Allkilo Otto in Finnland ist ja wahnsinn ökonomisch, also das ist sehr überhaupt nicht darstellbar!
00:08:26: Da ist jetzt auch schon klar dass wir mit einer Kombination aus erneuerbaren und relativ relativ voluminösen Speichern sogar günstiger wegkommen.
00:08:38: Wenn sich da jetzt noch viel tut, man hat ja gerade über die über neue Batterien, die eben weggehen von Lithium-Ion zu Natrium-Ionen zum Beispiel dann sieht man ja dass das eigentlich nicht die Zukunft sein kann und auch nicht sein wird.
00:08:56: Und bei den kleinen Modularen bin ich total skeptisch.
00:08:59: also Kernkraftwerke übers Land zu verteilen in der Sicherheitslage, in der wir sind.
00:09:05: Auch da ist die Ökonomie unsicher halt ich erst mal für eine ganz schlechte Idee.
00:09:09: wenn ganz viele andere Länder damit super erfolgreich sind dann können wir Deutschen doch machen was anderes um wie bei der Solarindustrie.
00:09:16: Die haben wir mehr oder weniger aufgebaut.
00:09:18: Dann könnt ihr doch sagen okay jetzt Machen wir das auch wird es anderswo probt und er testet wurde.
00:09:24: aber da wäre ich wirklich strikt dagegen da Ristusen und auch gesellschaftliche Ressourcen, auf die wir ja noch zu sprechen kommen, reinschließen
00:09:31: zu müssen.
00:09:32: Aber das ist meine Privatmeinung.
00:09:33: Und
00:09:33: weil man hier auch die ganze Forschung mittlerweile abgezogen ist?
00:09:36: Also es gab keinen Andriesten, weil er weit vorne in der Kernenergie Stuttgart auch Köln hat da glaube ich auch viel geforscht.
00:09:42: aber die Profs sind alle in Rente.
00:09:43: also die Strukturen sind ja alle weg mehr oder weniger.
00:09:46: Das wäre schon schwierig das zu machen.
00:09:48: eigentlich war ja der Grund mal warum man diese großen Kernkraftwerke gebaut hat, weil man festgestellt hat dieser Aufwand dieser sicherheitstechnische Aufwand genehmigungstechnischer Aufwand zu groß, dass man das für so kleine Einheiten macht.
00:09:59: Da muss man wendern gleich skalieren und große Dinger bauen.
00:10:03: Also ich bin bei den Kleinen auch skeptisch und so ein weiter Betrieb bin ich bei dir.
00:10:07: Wir haben jetzt ein bisschen verlängert.
00:10:08: Das war noch mal in den Vierteljahr da was wir rangehängt haben oder sowas da in der Energiepreiskrise dann zwei, dreiundzwanzig oder wann das war.
00:10:15: aber vielleicht hätte man es ein bisschen länger machen können.
00:10:18: Ich glaube der Unterschied wie viel Restmüll oder wie viel Atomüll wir dann hätten lagern müssen.
00:10:24: Das wäre dann auch egal gewesen, wenn es noch mal in die fünf oder zehn Prozent mehr gewesen wären.
00:10:28: Cool!
00:10:29: So.
00:10:29: aber das heißt wir sind auf der Zeitlinie so zweitausendfünf, zwei tausendsieben.
00:10:32: da bist du.
00:10:32: ein eingestiegenen Jolli-Lismus war's dann ja auch eine ganze Weile.
00:10:36: und ich würde jetzt im behaupten die Einstiegszeit ist wahrscheinlich im Nachhinein betrachtet die spannendste Zeit vermutlich gewesen, weil da ja wirklich dann Regierungswechsel war von Rotgrün mit EEG-Staat und Liberalisierung.
00:10:48: Sonst war es eine Phase rein, die ein Stück weit diesen ersten Solarboom wieder abgewirkt hat diese Altmaier Delle, die wir dann erlebt haben Vielleicht nicht so dynamischen Energieentwicklungen oder hast du das ganz anders wahrgenommen?
00:11:02: Das ist mich total interessiert.
00:11:03: Doch,
00:11:04: was trifft Sie in dieser Spannungsbogen?
00:11:05: Trifft es total!
00:11:06: Also die... Es ging richtig los mit viel Feuer und viel Werf und auch vielen Konflikten.
00:11:17: So Stichwort etwas polemisch formuliert damals Solar-Schulden.
00:11:22: also was halsen wir uns hier eigentlich auf Kugel-Eis?
00:11:25: und dann explodierten die EEG-Kosten.
00:11:28: Und im Nachhinein muss man sagen, habe ich da eine sehr klare Meinung entwickelt.
00:11:32: Ich hab es damals noch nicht so klar gesehen.
00:11:34: Der entscheidende Faktor war wirklich da keine... Local Content Quote, keine Heimatquote EU Quote einzubauen sondern einfach wirklich tatenlos zuzugucken wie man enorme Summen verspricht in die Zukunft.
00:11:53: Die dann eben diese Investitionen in die damals noch teure Photovoltaiken möglich gemacht haben und guckt wie das Geld einfach in die Fabriken nach China abfließt dass Das war schon echt krasser Fehler, zeitgeistmäßig ganz gut zu erklären.
00:12:05: Damals war Deutschland voll verschrieben dem Freihandel so was war ziemlich tabu.
00:12:11: erstaunlich aus heutiger Perspektive.
00:12:13: Deutschland hat ein Freihandelsabkommen mit internationaler Schiedsgerichtsbarkeit nach dem anderen geschlossen wurde dann irgendwann rekordhalter und ja das beides hat halt eben nicht zusammengepasst.
00:12:25: es war sozusagen strategischer misfit wenn man das sagen kann.
00:12:29: Aber
00:12:31: eigentlich war es ja stößig und logisch, das ist gerade erklärt wie.
00:12:33: wir in der Exportweltmeiste haben diesen Zitel auch über Jahrzehnte gehalten.
00:12:37: Und da ist ja klar dass im Grunde nicht sagen kann okay Maschinen, Autos.
00:12:40: Alles exportieren wir andersherum?
00:12:43: Wir dürfen nicht symbolisieren!
00:12:44: Das hätte ja tatsächlich gewirkt.
00:12:46: Es ist eine isolierte Betrachtung.
00:12:48: also wenn man sozusagen den erneuerbaren und insbesondere in so Labereich raus trennt aus dem Rest der Wirtschaft.
00:12:53: du hast absolut recht das hätte Deutschland ganz schwer auf die internationalen Bühne verkaufen können.
00:12:58: Wir schicken uns euch unsere S- und E-Klassen aus Sindelfingen nach China und wir nehmen aber nicht eure Solarmodule.
00:13:08: Damals war es ein riesiger Handelsüberschuss, der etwas abgeschmolzen
00:13:15: ist.
00:13:18: Dann ging dieser Spannungspunkt weiter.
00:13:19: Tatsächlich kam dann so eine Art Flaute.
00:13:21: Es ist schon richtig das auch mit Altmaier und dieser Delle in Zusammenhang zu bringen.
00:13:26: Das war eine Zeit wo ich dann einen MBA gemacht habe.
00:13:28: Ich wollte unbedingt da nochmal draufsatteln in London und hab als Feierjournalist gearbeitet.
00:13:37: Und dann begann für mich eigentlich die spannendste Zeit, ab dem Start des Tagesspiegel Background-Energie und Klima.
00:13:45: Das war ja der erste seiner Art und ich bin nicht ganz von Anfang an dabei gewesen.
00:13:50: aber fast habe dieses Team dann auch ausgebaut und wir haben eben auch unsere Rangehensweise nochmal geändert, unsere Formate geändert usw.
00:13:59: und wurden dann auch relativ schnell ziemlich erfolgreich.
00:14:02: also diese Lücke hat sich dann als tatsächlich sehr, sehr gute journalistische Lücke rausgestellt.
00:14:10: Die tatsächlich gab es einen hohen Bedarf und das war natürlich eine tolle Zeit weil dann ging's ja los mit Fridays for Future, dann ging es los mit dem Klimaschutzgesetz, dann gings los ehrlich gesagt auch mit der großen Dürre, die einfach richtig Druck reingebracht hat.
00:14:33: Das war so ein gesellschaftlich ganz, ganz zentrales Thema.
00:14:38: Die Energiewende und die Klimaschutzpolitik.
00:14:40: Und das war natürlich sehr schön, es zu begleiten.
00:14:43: Nach sieben Jahren ... ... für mich als Journalist so auch.
00:14:46: Wollte ich mal was anderes machen?
00:14:47: Da
00:14:48: war es abgehakt, guck mal bevor wir da zum Abhaken kommen... Der Tagesspiegel, war das ein Start-up?
00:14:53: ist das keine Ahnung, Ableger für irgendwas größeren, das habe ich tatsächlich nicht recherchiert.
00:14:57: Wie hat sich das Ding gegründet?
00:14:58: du warst ja jetzt nicht Abschunde eins dabei oder Stunde null sondern abschunde zwei sozusagen.
00:15:03: wo kommt das her?
00:15:06: Das war tatsächlich kann man ziemlich stark auf eine... Das war die Idee vom damaligen Mit-Herausgeber des Tagesspiegels Sebastian Turner, der sehr ideenreicher Mensch ist und hatte das ursprünglich so als eine ACIO Briefing gedacht.
00:15:27: Und wir haben dann eben mit den Erfahrungen, die wir gesammelt haben gemerkt... Längere Texte sein müssen, dass sie wirklich ins fachliche Rhein gehen müssen.
00:15:38: Und ja er hat eigentlich beim Tagesspiegel den Weg dafür bereitet das da so eine kleine Startruppe gab.
00:15:45: dann haben sich eben relativ schnell die Erfolge eingestellt und man hat gemerkt das wächst ganz schön und so wuchs dann eben auch diese diese Background-Familie sag ich mal beim beim Tagespiegel die die jetzt inzwischen... Ich bin halt seit zweieinhalb Jahren draußen acht oder neun Background Briefings umfasst.
00:16:04: und dann haben Digitalisierung, Gesundheit, Agrar usw.
00:16:08: Okay also hat euch da fachlich tatsächlich noch mal differenziert?
00:16:11: Ja ja total!
00:16:12: Also es ist ganz wichtig dass man da immer dieses... diese eine Branche eben beackert und bearbeitet.
00:16:21: Das bringt eine ganz hohe Intensität mit sich, dass man sehr nah dran ist die Leute, die wichtigen Akteure eigentlich alle kennt und sich mehr oder weniger teilweise tatsächlich Tag und Nacht damit beschäftigt.
00:16:39: So eine typische Situation ist Koalitionsverhandlungen, die großen Zeitungen machen so ein Gesamtstück So kleine Blöcke zu den jeweiligen Themenbereichen und der Tagesspiegel, Background Energie und Klima.
00:16:51: Der geht halt voll rein vielleicht mit zwei oder drei Leuten und nimmt wirklich ganz genau auseinander.
00:16:56: was ist im Bereich Energie- und Klimapolitik geplant?
00:17:00: Ja... wie weicht das ab von den Positionen im Wahlkampf und analysiert das so durch?
00:17:09: Okay cool!
00:17:11: Du hast eben im Leben gesagt dann hast du noch dein MBA gemacht in London Du warst ja noch da, als London oder die UK Teil der EU war richtig.
00:17:21: Das war wahrscheinlich nicht davor?
00:17:23: Ja ich habe den ja nebenberuflich gemacht, das Ding hat ein bisschen länger gedauert und tatsächlich lief... Als ich anfing, lief der Brexit so schon an.
00:17:33: Weil ich frage mich aber noch
00:17:35: sozusagen zu Nicht-Brexit Bedingungen ... konnte ich das noch machen.
00:17:41: Ich war auch immer nur temporär in
00:17:42: London.".
00:17:43: Okay, gut!
00:17:44: Weil die Frage wäre... Ich selber war auch zwei oder dreimal tatsächlich für eine gewisse Zeit im... Großbritannien, muss ich sagen.
00:17:51: Es war Schottland und ein Mensch ist da oben Sprachschulungen.
00:17:55: Und ich finde es ist natürlich auch Europa aber das ist schon ein anderes Völkchen habe ich das Gefühl gehabt gab's da Einblicke wo du sagst okay und dass hat mich ein Stück weit in meiner energiepolitischen oder vielleicht energiewirtschaftlichen Sicht angepasst weil die ja zum Beispiel die Briten haben uns vorgemacht, wie mit der Dampfmaschine und alles losgegen.
00:18:13: Mit weniger haben wir uns auch vorgemachten, wie der Kohleausstieg funktioniert, weil die waren jetzt auch wieder schneller als wir.
00:18:20: Was war dein Eindruck?
00:18:20: Was hast du da wahrgenommen?
00:18:22: Ja ich würde sagen in einem super Zustand... also die Briten sollten nicht unser Riesenvorbild sein.
00:18:27: Die haben schon eine sehr hinklin-point.
00:18:29: C hatten wir gerade erwähnt.
00:18:32: Jetzt sitzen sie eigentlich in einer sehr hohen Gasabhängigkeit.
00:18:40: Großbritannien schon sehr nachhaltig geträgt, würde ich sagen.
00:18:43: Also der Economist wurde schnell so meine Lieblingszeitung Zeitschrift auch mit dem deutschsprachigen Raum zusammen also meine Nummer eins.
00:18:52: wirklich das habe Ich an der Uni da erst richtig kennengelernt weil ich hatte auch mein erster Studium Schon in Liverpool absolviert.
00:18:58: meinen Respektor Ja, ich bin also mit Anfang Mitte zwanzig hab ich drei Jahre in GroßbrITanien gelebt.
00:19:03: also zusammengenommen wirklich sehr sehr prägend ich glaube was ich schon.
00:19:10: Also
00:19:11: ja,
00:19:12: ein bisschen zugespitzt.
00:19:13: Eigentlich geht es mir meistens um Differenzierung und Position der Mitte und so ganz einfache Lösungen lehne ich meistens ab.
00:19:22: aber wenn man's zuspitzen wollen würde, würde ich sagen dass ich Makro-Sozialist und Mikromarktwirtschaftler bin.
00:19:32: also ich finde diese großen Verteilungsfragen die in einer Gesellschaft sollte und muss der Staat lösen.
00:19:41: Und es ist aber oft eine ganz schlechte Idee, sich in Märkte einzumischen.
00:19:46: Also zum Beispiel, weiß ich nicht, Mietpreisbremse wäre jetzt so ein Beispiel, ne?
00:19:50: Statt irgendwie zu sagen wir müssen auf die Gesamtverteilung von Vermögen- und Einkommen gucken.
00:19:55: Im Energiemarkt finde ich die Angriffe auf die Merit Order und den freien Energiemarks total kontraproduktiv in der Regel.
00:20:04: Das würde zu Dysfunktionalitäten führen und zum Beispiel die Gewinne von Gaskraftwerken zu begrenzen, das führt einfach zu seinen Fehlerallokationen.
00:20:15: Und da bin ich eigentlich immer ziemlich nah an der marktwirtschaftlichen, an der Marktposition.
00:20:22: Ich glaube, dass ist was, was sich aus Großbritannien mitgebracht habe auf jeden Fall oder dass zumindest da mein Denken und so meine Entwicklung, meine Position schon beeinflusst hat ja.
00:20:35: Cool.
00:20:35: Und dann kam der Wechsel, sprich aus dem Journalismus raus zu HiC Consulting.
00:20:39: Du hast gesagt ich wollte mal was anderes machen so sinngemäß?
00:20:42: Ja das war die Startidee.
00:20:44: Ich habe mir im Vorgespräch kurz gesagt, ich hab mir ganz bewusst nach knapp sieben Jahren, die wirklich teilweise sehr anstrengend waren, sehr fordernd.
00:20:55: Habe ich mir eine kleine Auszeit gegönnt und wusste auch wirklich am Tag, aus dem Tagesspiegel rausgegangen bin, noch nicht genau was ich mache.
00:21:07: Ich wusste dass sich... Was anderes machen wir als den Journalismus?
00:21:09: Ich fand das immer schon gut wenn Leute mal wirklich komplett so gewechselt haben.
00:21:16: Na ja gut komplett muss man natürlich mit Einschränkungen sagen.
00:21:19: Ich glaube man kann immer einen Schritt gehen und beide auf einmal beide großen beruflichen Schritte sind schwierig.
00:21:25: Was sind die beiden Schritte?
00:21:27: Branchenwechsel und Berufswechsel.
00:21:30: Das sind eigentlich so die beiden großen Dimensionen, die man im Beruf hat.
00:21:33: Und beides auf einmal ist unglaublich schwierig.
00:21:38: Ich war ja auch schon Anfang Mittevierzig.
00:21:40: Ja, Mittevierzig war ich genau.
00:21:43: Und Beides auf Einmal ist unglaubliche schwierig.
00:21:45: Und ich mag ja auch die Energiebranche sehr, sehr gerne.
00:21:49: Ich finde eigentlich die Akteure insgesamt klasse.
00:21:55: Konstruktive Branche.
00:21:56: Es ist eine Branche, die einem wahnsinnig wichtigen gesellschaftlichen Thema arbeitet.
00:22:03: Ja es ist so ein faszinierende Branche und der wollte ich gerne drin bleiben.
00:22:09: also blieb noch das zweite eben den Beruf die Rolle innerhalb dieser Branche zu wechseln.
00:22:15: Da hatte ich verschiedene Dinge im Auge.
00:22:18: Also ich konnte mir Beratung gut vorstellen.
00:22:20: Das musste aber natürlich passen.
00:22:22: Ich hätte mir auch direkt im Unternehmen, vielleicht nach Strategieabteilung oder so zu arbeiten vorstellen können.
00:22:30: Und das Hamburg-Institut hieß es damals noch jetzt heizt Rekonsolting hat da halt sehr gut gepasst, weil's eine Filiale in Berlin gibt, weil bei Märkte und Regulierungen eben genau das sind, hat mir gar nicht darüber gesprochen was so gut zu mir passt wo ich mich total wohl fühle, wo ich viel mitbringe aber auch noch viel lernen konnte.
00:22:49: Weil das muss ja irgendwie auch immer stimmen Keine Arbeitgeber will irgendwie einen vierzigjährigen Praktikanten haben.
00:22:58: Aber man will ja jetzt auch nicht in den Job gehen, wo man quasi so das was man aus dem Journalismus bringt einfach nur auf ein Tisch legt und versilbert.
00:23:07: Das habe ich zum Beispiel ganz klar abgelehnt bei der Jobsuche zu sagen Ich werde jetzt Presse-Sprecher, der einfach nur seinen Adressbuch dann versilpert.
00:23:16: Ich glaube dass hätte mich auch nicht langfristig motiviert.
00:23:20: Nach zwei Jahren hat man dann alle seine alten Kollegen dreimal genervt und sie gehen nicht mehr an Apparat.
00:23:25: Und dann hat sich das auch ausgespielt, also es war mir halt klar dass ich jetzt eine neue Perspektive schaffen muss und ja das hat super geklappt!
00:23:33: Also wir macht wahnsinnig viel Spaß.
00:23:35: Das ist so teufelndes, dass es extrem abwechslungsreich ist.
00:23:38: Als Neueste hat man eben mit vielen verschiedenen Menschenkontakten kriegt auch einen Zugang der wirklich hyper privilegiert ist.
00:23:45: Man kann sozusagen fünf Hierarchie-Ebenen überspringen.
00:23:49: Man darf den, weiß ich nicht, RWE-CEO oder den Energieminister interviewen.
00:23:56: Und das ist natürlich ein ganz besonderes Privileg.
00:23:59: aber wir haben immer den gleichen Background gemacht nur mit anderen Inhalten zum gleiche Bild sozusagen jeden Tag gemalt mit anderen Farben und das genießt sich wirklich sehr.
00:24:13: was jetzt alles.
00:24:14: Ich kann ja immer noch publizieren bei LinkedIn, ich kann mit dir sprechen.
00:24:17: Ich arbeite aber auch total tief fachlich und moderiere Stakeholder-Austausche von kommunalen Wärmeplänen ist wieder eine ganz ganz andere Situation.
00:24:29: man guckt mehr aufs Business das ist ja Verlag und Journalismus sind ja getrennt.
00:24:33: also ... muss auch betriebswirtschaftlich bei uns mich stärker engagieren.
00:24:39: Und das sind eigentlich alles Rollen, die mir unfassbar viel Spaß machen und diese Mischung ist halt total abwechslungsreich.
00:24:45: Cool!
00:24:46: Gibt es das Hamburg-Institut noch oder ist das komplett in HEIC aufgegangen?
00:24:49: Oder ist das parallel mal gelaufen?
00:24:52: Das
00:24:53: ist eine super Frage.
00:24:53: also einfach nur umformiert worden.
00:24:55: Es gab vorher Hamburg Institute Consulting... ...und Hamburg Institute Research Research ist eben ohne Gewinnerzielungsabsicht für bestimmte Aufgaben.
00:25:11: und HII Consulting, also Hamburg Institute Consulting ist einfach unbenannt von einem HIIC Consulting.
00:25:20: Und es steht halt nur noch dieses Akronym diese drei Buchstaben da.
00:25:24: Das Logo ist auch ein bisschen geändert worden das Ding Farblich anders abgesetzt, warum?
00:25:31: Weil wir gerade so im Ingenieurbereich ja auch sehr, sehr aktiv sind.
00:25:34: Großwärmepumpen und so weiter ist relativ banal.
00:25:38: Ah okay das hatte ich gar nicht auf dem Zettel, dass sie auch so technisch beratet weil... Ich hätte jetzt erwartet, dass er da eher energiepolitisch unterwegs hat und keine Prozesse hier.
00:25:46: in Akzeptanz oder Resilienz hat man vorgespräch angesprochen.
00:25:50: Das
00:25:50: ist mein Spielfeld und es spielt teilweise meine Abteilung der drei Volljuristen und Juristen sind.
00:25:57: Nein, das prägende Element würde ich sagen also der prototypischste Mitarbeiter ist eine Wirtschaftsingenieurin.
00:26:09: Also tatsächlich eben Transformationspläne.
00:26:15: wenn großes Stadtwerk überlegt ob sich eine große Pumpe für sie lohnt dann rechnen wir es durch solche Dinge.
00:26:24: Cool, das ist gut.
00:26:26: Jetzt müssen wir die Brücke machen zu dem Energie miteinander.
00:26:29: Das ist ja das was ich noch nicht kenne wo ich total interessiert dran bin.
00:26:35: Ist das ein Umfrageformat?
00:26:37: Ich habe ganz viele Stichworte bekommen, die hier sind Community-Szenarien.
00:26:41: Ja, das klingt erst mal schick.
00:26:45: Genau!
00:26:45: Und ich muss erklären... Ich bin der frische Projektleiter in No Nord geworden.
00:26:49: Das ist vom Bundesforschungsministerium finanziertes Projekt an der Hochschule Fansburg.
00:26:54: Da geht es auch um Akzeptanz der Energiewende und Transfer.
00:26:57: ... um gut Resilienz steht da nicht so direkt drin, aber es gibt immer das Energiesystem der Zukunft und wie das mit Bürgerinnen und Bürgern... ...und mit Unternehmen.
00:27:04: Und mit Start-ups und mit Schülerinnen und Schülern entwickelt werden kann.
00:27:08: Das könnte womöglich in eure Richtung gehen, aber kannst du auch sagen nee... ...Puße gucken, Energie miteinander geht nichts ganz anderes?
00:27:15: Ich weiß nicht ob es ein offizielles Motto ist, aber du sagst ja die Energiewende ist eine Menschenwende.
00:27:19: Ja,
00:27:20: so heißt mein Buch was dahinten irgendwo steht, ich bin überzeugt von!
00:27:25: Es ist so dein... Ja, dann kann man ja sagen es ist ein Motto wenn du es stimmt.
00:27:29: Wenn du es auf dem Buchtitel geschrieben hast.
00:27:30: Energie werden die Menschen... Und das ist natürlich absolut richtig!
00:27:34: Ich meine alles was in der Gesellschaft passiert bei den Menschen Passiert durch Menschen und mit Menschen.
00:27:41: und ich glaube so diese Idee dass mir einzufangen Die steckt halt hinter Energie miteinander.
00:27:50: So ich würde einfach mal ganz damit man weiß womit es zu tun hat, dass so kurz mal vorstellen.
00:27:56: Also Energie miteinander ist eine Community-Plattform in der eben natürlich auch mit bestimmten Ressourcen also man kann dann auch Werbung dafür machen und so weiter oder wird gemacht in den sozialen Medien mit eben eine Plattform betrieben die genau unter der URL aufrufbar ist wo bestimmte Themen zur Disposition gestellt und diskutiert werden.
00:28:24: Und eben versucht wird, möglichst viele Menschen einzubinden in diese Diskussion.
00:28:28: und das sind teilweise eben tagesaktuelle Fragen manchmal auch so ein bisschen strukturelle Fragen und es soll halt eine Debatte entstehen die aber auch immer so ein bischen Richtung Stromnetz und die Rolle des Stromnetzes zielt.
00:28:42: Warum?
00:28:43: Weil tatsächlich Amprion, also der Übertragungs-Netzbetreiber Syvocracy das ist das Unternehmen hinter dieser Plattform, dass auch andere Plattformen betreibt eben von Amprions dafür engagiert wurde.
00:28:57: Amprionen glaube ich braucht den Hörerinnen und Hörern nicht groß Vorständes.
00:29:01: Mengenmäßig, also strommengenmässig der größte Übertragensnetzbetreber in Deutschland vom Netzjahr der zweitgrößten Also von den Netzkilometern und hat ebenso den Westen der Republik, also die Höchstspannungszeitung.
00:29:14: Und die beschäftigen sich natürlich sehr viel mit der Frage wie können wir eigentlich Bürgerinnen und Bürgern dafür interessieren?
00:29:21: was so passiert mit dem Übertragungsnetz und wie können wir die ein bisschen daran beteiligen?
00:29:26: Zum Beispiel eine Sache, die einfach auffällt.
00:29:28: Ich sage mal allen, die sich damit beschäftigen ist das die Beteiligung an den Netzentwicklungsplänen also den sozusagen staatlich abgesegneten Planungen, die sinkt immer weiter.
00:29:40: da ist das Bürgerengagement eigentlich sehr sehr gering.
00:29:42: ja dass es tatsächlich eine ganz ganz interessante
00:29:44: auch in Bayern ich muss mal ganz darauf nachfragen weil ich habe noch den Stand nicht so viel Interesse gab, aber in Bayern die ganzen Interessensträger also sich kumuliert haben und die tatsächlich da häufig was hatten sind auch dir jetzt ruhiger geworden?
00:30:00: Ich sag das jetzt ohne empirische Basis.
00:30:02: Also ich habe jetzt nicht die letzte Beteiligungsrunde da irgendwie ausgewertet nach Bundesländern im Kopf Aber ich würde mal sagen, das hat sich zumindest stark beruhigt.
00:30:13: Ich glaube Bayern merkt irgendwie dass sie eben zunehmend abhängig werden von Energielieferungen aus den Ertragreicheren also vor allem von der Windkraft vom Norden und das ist natürlich was die Bayern auch zu Recht beschäftigt oder die süddeutschen Bundesländer.
00:30:33: Ich denke das ist erstmal richtig.
00:30:36: Wir haben ein bisschen ironisch ist natürlich, dass Bayern doch besonders viel getan hat.
00:30:41: Insbesondere die Bayerische Staatsregierung mit dieser Polymisierung Monster-Trassen da erinnert sich glaube ich jeder dran.
00:30:48: Ich glaube im Nachhinein sind sich wirklich alle einig egal wo sie wohnen das das irgendwie eine richtig schlechte Debatte war.
00:30:56: Die hat auch die Kosten enorm nach oben getrieben weil man natürlich sehr stark auf der Erde geht.
00:31:00: Ich will das fast gar nicht aufmachen.
00:31:01: Ich glaube, es ist ganz gut das jetzt so zu lassen wie's is.
00:31:05: Aber ja du hast schon recht dass da irgendwie die Aufregung immer größer.
00:31:09: Ja kurz zurück zur Energie miteinander und diese Plattform war gut.
00:31:15: Da gibt´s Newsletter, da gibts immer wieder Beteiligungsformate Und...
00:31:22: Wie recht sind die Leute denn beteiligt?
00:31:23: Also ich bin jetzt auf der Seite Sehe jetzt gerade hier Netzengeld im Wandel.
00:31:26: Was sagst Du dazu?
00:31:27: Spannendes Thema.
00:31:28: also so an dem Grunde zum einen gleicher verteilt, weil das ja vor anderthalb Jahren passiert.
00:31:34: Jetzt sollen sie dynamisch werden.
00:31:35: Der letzte Entwicklungsplan ist da... Wie kommt ihr an die Leute?
00:31:38: Habt ihr da im Grunde so eine Menschenmenge, die da irgendwie eh schon interessiert waren?
00:31:44: oder wie kriegt ihr sich motiviert mitzumachen?
00:31:47: Genau!
00:31:48: Es wird eben tatsächlich versucht und ich finde auch sehr erfolgreich Die Dinge... Also die gute Vermittelbarkeit ist natürlich total wichtig.
00:32:01: der Content, wie man heutzutage sagt.
00:32:03: Der muss natürlich eine gute Qualität haben und die Leute ansprechen.
00:32:07: Tatsächlich wird eben auch mit Ressourcen werden Leute über Facebook, über Instagram und so weiter angesprochen dahin zu kommen auf Energie miteinander.
00:32:19: Und ja ein bisschen hat sich da tatsächlich auch so ne Community gebildet.
00:32:23: So Leute, die eben sehr regelmäßig an den Sachen teilnehmen und sich damit beschäftigen.
00:32:29: Und da kommen wir jetzt auch so ein bisschen schon zum aktuellen Thema, den Community-Szenarien.
00:32:39: Genau darum ging es auch... Das war eine wichtige Idee dahinter auf jeden Fall dass die Leute sich mal wirklich mit etwas beschäftigen können was dann zumindest nach realem Umsetzung nahe kommt und da einfließt bzw in die Simulation einer realen Umsetzung weil die meisten Umfragen und Beteiligungen usw.
00:33:01: enden ja relativ abstrakt.
00:33:02: Wünschen sie sich mehr Windkraft oder wünschen Sie sich weniger Windkraft?
00:33:07: Na gut, was macht man damit jetzt?
00:33:08: Wie ist es systemisch überhaupt eingebettet?
00:33:10: Was hat das für Auswirkung?
00:33:12: Und Amprion hat eben die Mittel.
00:33:15: Die haben auch früher schon mal das erfolgreich verprobt, es gab mal so ein Projekt namens Energivision-Zwanzigfünfzig wo verschiedene Verbände, Stakeholdergruppen, Umweltorganisation
00:33:28: usw.,
00:33:28: ihr Netzentwicklungsplan und Ihr Energiesystem der Zukunft durchspielen konnten Und dann eben Widersprüche auch aufgelöst wurden und das sozusagen in ein funktionierendes, durchgerechnetes System überführt wurde.
00:33:42: Dieses Privileg hat ja Amprion quasi die anderen Netzbetreiber natürlich auch und andere Energiemarkt-Modellierer auch aber eben den kohärentes Energiesystem der Zukunft simulieren, modellieren zu können.
00:33:56: Die Idee war dann eben... Das ist doch total interessant dass die Community mal gestalten zu lassen Was nicht ganz trivial ist, weil man denen irgendwie Fragen stellen muss.
00:34:06: Die funktionieren die nicht überkomplex sind aber gleichzeitig eben auch diesen Unterschied zu diesem eher generischen Energiewende Befragungen machen.
00:34:14: und das ist jetzt eben passiert vom siebzehnten sechsten bis zum eindreißigsten siebten also rund sechs Wochen Laufzeit in der ersten Runde Und in der zweiten runde ab September werden dann so gewisse Abwägungsfragen die da notwendig sind auch noch mal aufgelöst.
00:34:33: Worum geht es?
00:34:34: Was werden dafür Fragen gestellt?
00:34:36: Wir haben uns, darüber haben wir viel diskutiert.
00:34:40: Ich war da eben beraten mit eingebunden.
00:34:43: Wir haben schon sehr stark an den sowie auch bei der Energievision der Erprobten von Amprion sehr stark letztlich am Szenario Rahmen orientiert.
00:34:52: Das Szenarium ist die Grundlage für den Netzentwicklungsplan weil da einfach festgelegt wird durch die Übertragsnetzbetreiber schlagen es vor.
00:35:03: Die Bundesnetzagentur wandelt das dann nochmal ab oder akzeptiert und genehmigt ist, und der Szenario haben sagt eben wir haben so und so viel Putovoltaik im Netz im Jahr twenty-sevenunddreißig zwanzigfünfundvierzig.
00:35:18: Wir haben so unsso viele steuerbare Kraftwerke.
00:35:21: Wir sind sozusagen die Input Faktoren.
00:35:26: Ich habe mega Tabelle vor mir.
00:35:27: Das ist ja richtig Holz, also das sind ja nicht irgendwie drei Zeilen, sondern es sind ja viele Zeilen die da angenommen werden und dann auch noch mal in drei unterschiedlichen Varianten.
00:35:37: oder habt ihr die Komplexität raus genommen?
00:35:40: Ja wir haben sie natürlich... Wir mussten die so ein bisschen reduzieren.
00:35:44: Daran haben wir uns auf jeden Fall orientiert.
00:35:46: Also die meisten haben wir mitgenommen.
00:35:51: Manche Sachen sind halt auch sehr komplex zum Beispiel Elektrolyse, erhöht natürlich den Strombedarf ist dann aber auch Wasserstoff der zur Verfügung steht und so weiter.
00:36:03: Und Zukunft der Industrie hängt von mehreren Faktoren ab.
00:36:08: Aber manche sind da auch relativ klar.
00:36:10: also ich meine wieviel Photovoltaik haben wir auf den Dächern?
00:36:12: Wieviel Voltaik kann wir in Freiflächenanlagen und so.
00:36:18: Du hast es gerade schon gesagt diese drei Szenarien A B und C. ganz grob gesagt B ist das Hauptszenario Im Grunde, davon kann man auch dann noch abweichen.
00:36:28: Aber die Stromnetzplanung dann basiert und vor allem auch das Bundesbedarfsplangesetz Das Bundestages ist ja ein Gesetz in dem festgelegt wird welche Höchstspannungsleitung tatsächlich gebaut werden.
00:36:42: also Szenario abzukürzen Szenarium B ist das Wichtigste Und dass haben wir quasi genommen die in fünf Stufen um Einschätzung gebeten, wie stark die Abweichung ist von sehr viel mehr etwas mehr genauso etwas weniger sehr viel weniger.
00:37:12: In den meisten Fragen auf jeden Fall waren insgesamt vierundzwanzig Fragen und jetzt kommt eigentlich der Klur an der ganzen Sache.
00:37:20: Wir haben zwei Dinge gefragt.
00:37:22: wir haben gefragt wie die Menschen erwarten, dass das System zwanzigfünfundvierzig aussehen wird.
00:37:30: Und wir haben gefragt, wie sie es sich wünschen, dass es aussehen würde?
00:37:34: Überall diese vierundzwanzig Fragen hinweg also insgesamt achtundvierzzig und so entsteht eben ein Wunschsystem und ein Erwartungssystem.
00:37:43: und dieses Delta finde ich einfach unglaublich spannend.
00:37:46: Also dieser Differenz zwischen Wunsche-Systemen und Erwartungssystem weil sich da eben einiges zeigt.
00:37:55: Ich glaube, das zeigt sich so in Teilen auch eine gewisse Skepsis was Politik und Eingriffe durch die Politik überhaupt noch bewirken kann.
00:38:05: Und vor allem wird mal deutlich, was ein Riesenproblem ist bei ich sag mal traditionellen Umfragen dass genau diese beiden Faktoren –was es eigentlich Wunsch- und Erwartung nicht klar voneinander getrennt werden.
00:38:20: Also es gibt Leute, die bei einer Frage auch wünschen sie sich mehr Windkraft so durchaus auf die Meta-Ebene gehen und sagen ja, wünsche ich mir zwar aber das wird ja eh nichts.
00:38:34: Deswegen wünsch ich's mir gar nicht erst.
00:38:36: Und das mal klar zu trennen ist eben auch schon ein wertvoller Erkenntnisgewinn aus meiner Sicht.
00:38:41: Wo waren die größten Unterschiede?
00:38:42: Wo sagst du okay da geht Wunsch und Erwartung tatsächlich signifikant?
00:38:47: am größten Auseinander ist es irgendwie.
00:38:48: Tatsächlich die installierte Leistung der Neuerbahn, was auf der Verbrauchsseite ist das irgendwie keine Ahnung wo es auseinander gedriftet ist?
00:38:56: Kannst du schon sagen oder habt ihr es
00:38:59: noch einmal ausgewertet?
00:39:01: Ja, das muss ja sein damit spannend darüber zu reden.
00:39:04: Na klar!
00:39:04: Wir haben die erste Runde sozusagen, die dann eben nochmal verfeinert werden muss durch Nachfragen um Widersprüche aufzulösen, damit das eben ein kohärentes Energiesystem werden kann.
00:39:15: Die haben wir natürlich schon ausgewertet.
00:39:19: und es gibt bei den Speichern eine starke Abweichung, also das sind einundvierzig Prozent.
00:39:29: mehr Energie-Speicher sind gewünscht.
00:39:34: Es gibt bei Wind an Land interessanterweise eine starre Abweicherung, dreinzwanzig Prozent
00:39:40: und aber es ist immer mehr gewünschte als erwartet.
00:39:43: richtig?
00:39:48: Nicht komplett durchgängig!
00:39:50: Und ich würde auch bei diesem Immer wäre ich vorsichtig.
00:39:52: Also wir reden ja hier über Mittelwerte Dadurch, dass es zwei relativ starke Pole gibt.
00:40:01: Die sich dann eben eben mitteln.
00:40:03: also ich sag mal Ja, also ich gehe noch einmal ganz kurz durch.
00:40:08: Wir haben insgesamt schon vielleicht noch als Überschrift Den Wunsch die Energiewende zu beschleunigen.
00:40:16: über das was im Szenario B festgelegt ist hinaus bei Speichern ganz stark Wind an Land auch deutlich weniger, nur vierzehn Prozent mehr an Gigawatt wenn man es eben mittelt.
00:40:33: PV auf Gebäuden wiederum dann deutlich mehr.
00:40:37: Wir haben zum Beispiel auch eine starke Erwartung, vierzig Prozent mehr Industriestromverbrauch.
00:40:42: die Leute wollen das die Industrie in Deutschland bleibt.
00:40:45: Das drückt sich da glaube ich aus und es kann man relativ lagerübergreifend sagen.
00:40:50: Ja wollen Sie das?
00:40:51: oder also das ist ja auch gut?
00:40:52: Oder wollen sie tatsächlich dass sich die Industriewandel und sagt jetzt mal weg vom Gas, weg von den Fossilen?
00:40:57: Ja natürlich.
00:40:58: Dass man diese Prozesse anpasst und auf die Kette bekommt, dass hat mein gestriger Gast der Torgewent von Nordring gesagt Wir werden es ja nur dann schaffen, die Industrie bei uns Seiten vielleicht sogar einen Norden Deutschland zu locken.
00:41:09: Wenn wir sie komplett elektrifizieren?
00:41:11: Weil alles andere kannst du auch anders machen.
00:41:13: völlig dazu völlig recht klaus.
00:41:15: genau so ist es.
00:41:16: Die Industrieproduktion soll etwas mehr sein als heute aber sie soll eben sehr stark elektrifiziert werden.
00:41:22: Okay.
00:41:23: Genau der Wunsch drückt sich da aus.
00:41:27: Ja, wir haben natürlich auch, ich sage mal Skeptiker was vielleicht wichtig ist.
00:41:34: Es ist und Das ist auch einfach, glaube ich nicht möglich.
00:41:37: Es ist kein repräsentatives Panel.
00:41:40: Genau diese Repräsentativität lässt sich eben nur herstellen in dem man Dumbing Down betreibt und diese sehr einfachen Fragen finden sie Windkraft gut oder schlecht?
00:41:51: stellt.
00:41:52: weil Repräzentativität kann ja nur hergestellt werden indem ich random Leute anspreche gibt es ja verschiedene Systeme teilweise über Telefon.
00:42:00: Allens Bach geht ja noch von Tür zu Tür Und in dem Augenblick, wo ich eben so relativ komplexe Fragen stelle, die auch miteinander zusammenhängen überfordere natürlich und bekomme scheingenaue Antworten.
00:42:13: Wenn ich jetzt irgendwo an der Tür oder eine Online-Umfrage wie sie Yuga vor allem macht oder so, die aber eben einen völlig beliebige Sample ausgespielt wird.
00:42:22: da wird ihnen Jeder der Muskob sagen, das mache ich nicht.
00:42:25: Also jeder Seriöse.
00:42:26: Das mache ich mich weil da kriege ich Quatsch-Antworten.
00:42:30: die Leute sind total überfordert und ich glaube dass ist so ein bisschen die Lücke die wir erfolgreich fühlen.
00:42:39: Wir haben schon mit zweitausend Fünfhundert Teilnehmenden ist ja auch nochmal eine wichtige Zahl.
00:42:44: Ja das hätte ich auch gerade gefragt.
00:42:45: zweieinhalb tausend ist aber richtig groß weil man sagt du musst ab Tausend Wettrepräsentativen.
00:42:48: Aber wenn man sich halt vernünftig auswählt warum ist zweieinhalbtausend dann in deinen Augen jetzt noch nicht repräsentativ?
00:42:55: Ja, da muss man ehrlich sein.
00:42:56: Weil das eben keine bevölkerungszufällige Stichprobe
00:42:59: ist.
00:43:00: Was heißt es denn?
00:43:01: alle energieaffine Menschen?
00:43:03: Im Grunde ja und genau nur die bringen... Also Leute, die dann gewisses Mitteilungsbedürfnis auch haben bei dem Thema und nur genau die bringen auch die Geduld mit.
00:43:13: Eine Fragebogen der dann doch über zehn Minuten dauert auszufüllt sich diese Gedanken zu machen wie das zusammenspielt auch irgendwie mit den Fragen was anfangen zu können.
00:43:22: also wir haben natürlich versucht die möglichst einfach und gut verständlich zu stellen.
00:43:27: aber man muss schon glaube ich einen gewissen Gewissen Interesse muss man mitbringen und dass ist genau das was dann Energie miteinander leistet.
00:43:37: Auf der einen Seite recht breit, also da sind wirklich sehr unterschiedliche Leute mit an Bord auf der anderen Seite aber eben auch ausreichendes Interesse um sowas überhaupt machen zu können.
00:43:48: es ist es ist streng genommen nicht wissenschaftlich repräsentativ und das ist total wichtig das dazu zu sagen.
00:43:53: gleichzeitig glaube ich aber schon dass es eine gewisse Repräsentationskraft hat, weil und wir versuchen übrigens auch durch demografische Breinigung das auszugleichen.
00:44:06: Wir haben zum Beispiel leider ist vielleicht beim Thema Energie auch so ein bisschen typisch, mintberufe hoher Männeranteil und so.
00:44:15: Wir habe seventy-fünf Prozent Männer, fünfundzwanzig Prozent Frauen wobei ich fünfundzehnzig Prozent Frauen ehrlich gesagt schon gar nicht schlecht finde.
00:44:24: Ich hatte glaube ich als Zeitungsredakteur, zu dem Thema, leserbriefe und ähnliches.
00:44:34: Sondern wirklich Leserbriefen und keine Leserin in Briefe.
00:44:38: Und insofern kann ich so gut.
00:44:40: genauso beim Alter.
00:44:41: Wir haben tatsächlich mehr Zeit schon eine Altersverteilung die am oberen Ende relativ stark ist.
00:44:49: Wo wir über soziale Medien ansprechen sind ältere Stärker vertreten.
00:44:56: Ja gut, aber die sind ja auch auf den sozialen Medien viel unterwegs mittlerweile.
00:44:59: Das ist eine Illusion das jetzt nur Teenager da sich für begeistern.
00:45:04: Sieht man mal wie alt ich bin?
00:45:05: Das ist irgendwie so ne Vorstellung, die ist zehn Jahre her.
00:45:08: Ich glaube dass ältere Menschen eher nicht im Internet sind.
00:45:12: Stimmt es echt totaler Quatsch!
00:45:15: Insofern eigentlich gar nicht überraschend hast du völlig recht Genau.
00:45:19: Die sind
00:45:19: wahrscheinlich auch in der Lebensphase, wo sie keine Ahnung vielleicht bei ihrem Haus schon mal eine PV-Lage gebaut haben und sich im Grunde darüber dem Thema eher angenähert haben als wenn man jetzt... Keine Ahnung also.
00:45:30: wenn ich jetzt meinen Sohn fragen würde was kostet eigentlich Strom?
00:45:32: Ich weiß nicht aber da ein Gefühl für hätte was die Einheit ist und wie viel das kostet.
00:45:36: Also ich glaube dass die durch ihre Lebenserrealität irgendwann damit schon mal in Kontakt gekommen sind.
00:45:42: Vielleicht haben sie ein Elektrofahrzeug gekauft oder sowas.
00:45:45: Dann hat man ja im Grunde auch schon mal Kontakt dazu gehabt und dadurch vielleicht eher die der Bezug hergestellt wird, dann mich würde ich noch mal interessieren gibt es da jetzt Rückschlüsse?
00:45:56: Partnerinitiator und ist ja im Prozess drin.
00:45:59: Die stimmen er wieder mit den anderen drei üren Bs, dann beim nächsten Mal wieder den Szenario Rahmen ab?
00:46:03: Und jetzt haben sie ja festgestellt über eure Umfrage eigentlich will doch die Bevölkerung viel mehr.
00:46:07: da gab es ja.
00:46:08: oder hast du jetzt die ganzen Felder ausgelassen wo eigentlich erst weniger ambitioniert von Stattengesäuern muss es vielleicht auch was geben oder gar nicht?
00:46:18: bei den Steuerbahn Kraftwerken ist so der Durchschnittswert ein bisschen drunter.
00:46:22: also gut die sind ja aber Also ein Wind auf See ist mit plus vier Prozent eigentlich relativ geringe Abweichung.
00:46:35: Insgesamt, um es mal zusammen zu zählen quasi wie gesagt erste Runde und alles noch nicht finalisiert.
00:46:42: aber insgesamt liegt die Ausbau-Erwartungen also PV Dach, PV Freifläche.
00:46:50: Wind Land, Wind See und wenn man da eben die Durchschnittswerte nimmt das ist eine Zeit, die ich selber mir ausgerechnet habe bei so um die hundertdreißig Gigawatt plus zu dem Szenario Rahmen B genau also ganz ganz ordentlich.
00:47:09: ja der Wunsch ist tatsächlich hoch Die Erwartung wiederum fällt
00:47:18: ziemlich
00:47:18: genau eigentlich mit dem Szenario B zusammen, teilweise ein bisschen drunter.
00:47:24: Und was da spannend ist, dass die Zielerfüllungs-Erwartung und auch damit das Delta zum Wunsch bei den älteren viel kleiner ausfällt als bei den jüngeren.
00:47:39: Also das ist wirklich super, super spannend finde ich!
00:47:42: Dass die Jüngeren sozusagen mit der Lieferfähigkeit der Politik Das ist, glaube ich schon eine Botschaft die man rausziehen kann besonders desillusioniert sind.
00:47:54: Ich denke das zeigt sich insgesamt gesellschaftlich auch.
00:47:58: wir haben ja jetzt bei der letzten Bundestagswahl waren die beiden größten Parteien bei den sehr jungen Wählerinnen und Wählern Linkspartei und AfD Und dass es eben bei den älteren Eher noch als klassisch Volkspartei, SPD, CDU.
00:48:17: Da hat sich dann schon ein sehr großes Delta aufgetan.
00:48:20: also diese Dysellusionierung über die Lieferfähigkeit von Politik, die wir glaube ich schon insgesamt in Deutschland stören.
00:48:28: Die Verzöger hatten Großprojekte das Chaos bei der Bahn Dinge, die uns Digitalisierung, die Wir uns vorgenommen haben aber irgendwie nicht hinbekommen haben.
00:48:37: Diese Zweifel an der Lieferfähigkeit der Politik muss man sagen leider und auch aus meiner Sicht sehr nachvollziehbar sind eben bei jungen Menschen ganz besonders groß.
00:48:49: Das finde ich auch ein spannender Erkenntnis, so die da eben gedeckt wird.
00:48:58: Und was macht am Prionetz damit?
00:48:59: Also jetzt haben Sie ja wahrgenommen... Ich meine es ist ja ganz frisch jetzt ausgewertet.
00:49:04: im Schnitt wollen die Menschen, die jetzt mitgemacht haben mehr.
00:49:10: wird dadurch bei der nächsten Runde das Szenario-Ramen irgendwie ambitionierter, wird das relativiert.
00:49:16: Und wenn man mit der Argumentationsregion sagt ja da waren die ganze Energie auf vielen Typis jetzt wieder mitgemacht haben, dass die alle mehr wollen ist ja klar.
00:49:23: aber jetzt werden wir mal quer Beet fragen würden dann würden sagen hört auf mit den Windkraften.
00:49:27: und jetzt nehmen wir mal gerade die AfD die ist kein Energiewende Fan sondern die sagen eher lieber nicht so ambitioniert weitermachen.
00:49:36: Ja genau sag ich mal, ich möchte es überhaupt nicht nach Parteien aufsplitten.
00:49:40: Aber wir haben eben gesehen auch so bei den Antworten... Wir haben Kernkraft mit reingenommen und da ist ein knappes Fünftel stark dafür.
00:49:51: was ich sozusagen gut finde weil diesen Teil der Bevölkerung gibt's eben dass die Kernkraft eine große oder größere Rolle oder wieder eine Rolle spielen sollte in der Energie Zukunft Deutschlands.
00:50:02: Und wenn die gar nicht aufgetaucht werden dann wäre das ja besorgniserregend.
00:50:07: würde das heißen, dass wir überhaupt gar keine gute Stichprobe haben.
00:50:10: Weil es gibt ja eben viele Umfragen die zeigen, dass ein gewisser Teil der Bevölkerung das nach wie vor für Nachverfolgungs- oder für den richtigen Weg hält.
00:50:22: Ganz kurz zu deiner Frage was macht Amprion damit?
00:50:24: Ist ja super, super wichtig!
00:50:26: Ich kanns... ich spreche nicht für Amprionen, das muss man nochmal klar sagen.
00:50:29: Ich kann dir jetzt nicht direkt beantworten.
00:50:32: Aber schon glaube ich einige so zu den Umständen sagen also Erstmal ist ja der Szenario-Ramen gar nichts, was sich am Pryon und die anderen UNB also die Übertragungsnetzbetreiber einfach so aus der Nase zieht oder ausdenken oder mal so festlegen.
00:50:46: Sonst würden dir eine unglaubliche Macht im Energiesystem und wären ja eigentlich auch für alle Lobbyorganisationen der wichtigste Ansprechpartner.
00:50:56: Das kann nicht sein!
00:50:57: Die übertragungsnetzbetreber sind letztlich eher in der Dienstleisterrolle fürs Energiesystem.
00:51:05: Und wie entsteht dieser Szenario-Ramen, der leitet sich natürlich zum Beispiel aus den gesetzlichen Ausbauzielen ab.
00:51:12: Punkt und die verfolgt ja die schwarz rote Koalition weiter.
00:51:18: das wurde auch immer wieder betont dass sie weiter verfolgen werden.
00:51:21: es ist der Stand des Szenariums zwanzig fünfund vierzigzwanzig siebenund dreißig.
00:51:25: also mit diesem einen Zwischenschritt.
00:51:31: Das läuft ja rollierend und immer wieder.
00:51:34: wird auch angepasst.
00:51:35: Natürlich spielen da bestimmte Bewertungen und technologische Entwicklungen eine Rolle, Batterien müssen jetzt natürlich stärker reingerechnet werden weil man einfach die Investitionen sieht.
00:51:45: Kennst du das Thema?
00:51:46: Ist ein Riesenthema.
00:51:47: bei anderen Sachen muss man vielleicht gucken ob sie so kommen wie sie mal eingeplant wurden und kritisch überprüfen Wärmepumpen ob es so schnell geht wie mal geplant usw.
00:52:00: Und es ist so ein Best-Gas, der natürlich überhaupt nicht jetzt aus der Laune der Übertragungsnetzbetreiber heraus entsteht.
00:52:10: Sondern wo die Politik die Leitlinien setzt und dann die Bundesnetzagentur natürlich... sehr genau und kritisch drauf schaut.
00:52:21: Ich glaube so sollte man es auch eher sehen, also es geht jetzt nicht darum dieses Community-Szenario als neue Blaupause oder als Argument dafür zu verwenden.
00:52:32: das kommt so, dass wünschen die Leute so deswegen sollten wir's machen sondern es geht ja darum einfach den Leuten die Möglichkeit zu geben diese Energiesysteme mal durchzuspielen Und zwar im Detail, so dass es ein geschlossenes System ergibt das in sich kohärent ist und eben auch die Differenzen zu betrachten zwischen dem was vielleicht
00:52:56: Wunsch-Szenario
00:52:57: ist und dem was die Leute erwarten.
00:53:03: Wenn wir jetzt mal auf den nächsten Jahre schauen du jetzt bei HEK und Salting Dein Kernprojekt, wo du viel drin bist.
00:53:11: ist das jetzt ein Thema was du gemacht hast.
00:53:14: Wie sieht deine Zukunft aus?
00:53:16: Wahrscheinlich geht es ja weiter.
00:53:17: Es klingt so als wenn das auf Dauer angelegt ist.
00:53:20: oder ist das irgendwie so ein Ding was bis Ende siebenundzwanzig geht und dann sind ganz neue Themen dran.
00:53:26: Was kommt da jetzt?
00:53:28: Genau.
00:53:28: also das ist jetzt erstmal nur eine einmalige Sache.
00:53:32: ich glaube dass einfach offen wie das läuft auch was für ein Interesse es stößt ob das die Community aktiviert.
00:53:40: Also, das ist ja auch total wichtig.
00:53:42: ich glaube so die Informations vielleicht zum Punkt vorher noch mal, ne?
00:53:46: So die Informierungsgewinnung.
00:53:48: super interessant wie gesagt wir haben keine echte Repräsentativität und da muss man tatsächlich ein bisschen vorsichtig sein.
00:53:54: Die Infos, die daraus kommen sind interessant, sie sind auch im Detail interessant weil sich eben bestimmte Dinge auch zeigen.
00:54:02: was ich z.B.
00:54:02: super faszinierend fand war dass die Leute eigentlich sehr Kohärente Szenarien für sich jeweils entwickeln.
00:54:13: Also Leute, wo man sagt das passt hinten und vorne nicht zusammen.
00:54:17: Das gibt es eigentlich total selten wenn man sich so einzelne Antworten anguckt.
00:54:20: und auch die Mittelwerte.
00:54:22: Das ist sozusagen sehr ambitioniertes aber in sich kohärentes Szenario, wo die Verbrauchseite sehr stark steigt und die Angebotsseite sogar noch etwas stärker.
00:54:33: Die Verbrauchseite, da sind die Leute so ein bisschen skeptischer.
00:54:36: Ich glaube auch das ist irgendwie ziemlich klug weil wir haben ja gesehen Stichwort Heizungshammer und so weiter und sofort dass die Energiewende dann wenn sie die individuelle Lebenswelt betrifft vielleicht sogar noch ein bisschen schwieriger ist als wenn es irgendwie Großstrukturen sind.
00:54:54: und diese diese Klugheit sehen wir da irgendwo auch draus.
00:54:58: Das ist vielleicht auch so eine Message, die Leute sind nicht so doof, sie denken eigentlich relativ viel mit, die haben vielleicht unterschiedliche Vorstellungen aber die sich dafür interessieren, die kriegen das eigentlich ganz gut hin, aus dem Stand Antworten zu geben und sich zu überlegen wie ein Energiesystem funktioniert.
00:55:18: Entschuldige!
00:55:19: Wie geht es weiter?
00:55:21: Die Frage ist offen Und Energiemiteinander ist ja als langfristiges Projekt angelegt, kann ich jetzt auch nicht genau sagen was da wann wie passiert.
00:55:31: Ich bin ja nicht betreibt ja nicht Energiemiteinander oder so.
00:55:35: Aber es ist langfristig angelegt.
00:55:38: und Ist das mein Hauptprojekt?
00:55:40: Nein definitiv nicht!
00:55:42: Ich habe halt ziemlich viel Erfahrung Was Stromnetz Regulierung angeht.
00:55:48: Das war auch als Journalist immer so meinen Kernthema Und er interessiert mich auch sehr dafür.
00:55:54: Aber mein Hauptthema als Berater bei HIC Consulting ist im Moment, ehrlich gesagt Resilienz.
00:56:02: Wir haben eine große Studie gemacht für den BDEW die im Juni veröffentlicht wurde Die so nach internationalen Best Practices gesucht hat.
00:56:12: Ist jetzt meine persönliche Meinung quasi meine persönlichen Einschätzung.
00:56:17: dazu steht nicht in der Studie drin aber Ich denke, dass wir da ziemlich gepennt haben.
00:56:23: Die angebliche Zeitenwende ist vierenhalb Jahre her und Wir haben eigentlich es überhaupt nicht geschafft strategisch auf der top Ebene aber dann eben auch durchgereicht Energieresilienz zentral zu verankern.
00:56:40: als Steuerungsgröße sag ich mal im energiesystem.
00:56:44: Und das haben andere länder einfach sehr viel besser und entschlossener gemacht.
00:56:47: teilweise machen die das schon schon lange, Stichwort Finnland.
00:56:51: Bei denen ist es natürlich sozusagen in der ganzen kulturellen DNA auch drin.
00:56:55: Das
00:56:57: machen die konkret anders?
00:56:58: Also was können wir über Finnland... Wir haben sie sich in den letzten vierenhalb Jahren anders aufgestellt oder schon davor?
00:57:05: Die haben schon dvor sehr, Intensiv Resilienz in ihrem Energiesystem verankert.
00:57:13: Die haben vor allem so einen, ich sage mal was da besonders aufgefallen ist bei dem internationalen Vergleich dass sie so ein Pool-System haben nennt sich das wo sie für verschiedene Wirtschaftszeuge aber ganz zentrale eben auch die Energiewirtschaft Pugels schaffen wo sich die Branche und Regierungsstellen und Kommunen beteiligen und wo man gemeinsam nach der optimalen Resilience Lösung vor Ort sucht wo sich dann auch die Akteure im Energiebereich untereinander absprechen.
00:57:42: Mal ganz platt gesagt, naja da gibt es jetzt zwei Kommunen mit zwei kleinen Stromnetzbetreibern, die beide viel auf Pellet BHKW setzen.
00:57:54: und können sie nicht gemeinsam an der kommunalen Grenze ein großes Pellettlager einrichten?
00:58:00: Und die spielen eben in einem sehr dezentralen Prozess Spielen die eben ihr Energiesystem durch und machen es eben wirklich sehr, sehr resilient.
00:58:10: Die hatten auch große Aufgaben.
00:58:11: die Holzlieferung aus Russland sind weggefallen das war ein ziemlich großes Problem in Finnland.
00:58:16: aber die wollen eben so stark wie möglich wirklich in den absoluten Krisenfällen resilient sein.
00:58:24: Die gucken sich auch Inselnetzlösungen an.
00:58:27: Schweden ist da zum Beispiel auch sehr stark.
00:58:29: Die machen große Übungen, große Untersuchungen und prüfen das wirklich durch betreiben können und haben eben dieses System in total Fürstwagen heißt es in Schweden, also Totalverteidigung oder vielleicht ein bisschen weniger materialisch Gesamtverteidingung was eben so um die dreißig Sektoren umfasst.
00:58:51: ganz zentral da auch Energie wo Resilienz eben als gesamtgesellschaftliche zentrale Aufgabe verstanden wird.
00:59:00: Anderes Beispiel wäre Polen einen Energiekoordinator beauftragten haben, der war erst sozusagen Kanzleramt angesiedelt dann im Energieministerium.
00:59:12: Der aber wirklich ein zentrale Ansprechpartner für Funktionen ist die bei uns sehr verteilt sind teilweise Bnetz A, teilweise BMW E, teilweise BBK also Katastrophenschutz und das haben sie eben alles gebündeln.
00:59:23: es hat sich in Krisen bei Problem auch schon bewährt.
00:59:30: Es gibt auch total viele konkrete interessante Anregungen, also Stichwort Energiewende, Stichworts Klimaschutz.
00:59:39: Da gibt es schon natürlich eine riesige Deckungssumme.
00:59:42: Also was sich zeigt ist das einfach resiliente Energiesysteme.
00:59:46: Dezentrale Energiessysteme hat man ja auch in der Ukraine gesehen tendenziell mal resilienter sind.
00:59:53: Israel treibt es zum Beispiel soweit.
00:59:54: Das haben wir uns auch angeguckt dass sie besonders hohe Vergütung für Aufdachanlagen in Ballungsgebieten Aussprechen eben.
01:00:03: Da würde man jetzt weniger bekommen auf dem Land, weil das eben im Notfallen besonders hohen Zivilschutzstellenwert hat wenn die Stadt wo eben die Menschen lichtgedrängt leben den Strom zumindest stundenweise dann zur Verfügung hat.
01:00:20: über PV Dezentralität ist so ein zentrales Thema.
01:00:25: Es gibt aber auch Sachen, die würde ich unabhängig sehen, Bevorratungen von fossilen Energieträgern, die es ja im System noch braucht.
01:00:32: Das hat jetzt... das ist natürlich extrem wichtig und da sind wir aber auch in Deutschland völlig unsortiert, sag' ich mal.
01:00:39: So ein gutes Beispiel!
01:00:42: Wir haben die letztlich auf IEA-Vorgaben aus den Siebzigerjahren stammende strategische Vorratung von Erdöl.
01:00:48: neunzig Tage der Importe, was bei uns quasi neunzehn Tage des Verbrauchs sind.
01:00:55: Wir haben im Gasbereich – das kennst du natürlich auch – hatten wir diese Speicherfüllstände?
01:01:00: Wir haben andere Energieträger die gar nicht bevorratet werden müssen.
01:01:04: Das ist überhaupt nicht korrekt!
01:01:05: Wir haben keine Szenarien auf die wir uns vorbereiten, die wir dann sozusagen auf der Resilienzseite erfüllen wollen und Wir haben zu unklare Zuständigkeiten.
01:01:17: Also wir sind wirklich strategisch nicht gut aufgestellt, die Briten noch ein Beispiel.
01:01:20: Die machen eben so einen Risikoinventar sehr systematisch mit dem Horizont von bis zu fünf Jahren dass sie auch mit Eintrittswahrscheinlichkeiten versehen zumindest grob und sich ganz genau darauf vorbereiten.
01:01:33: Haben wir auch nicht.
01:01:33: soll alles kommen mit Kritis-Dachgesetz?
01:01:35: aber ich finde wir sind da wirklich sehr schlecht aufgestellt im Moment.
01:01:39: Ich hab jetzt lang ausgeholt und schuldige bitte.
01:01:41: Falls es dich beruhigt, ich habe tatsächlich von der... das war die Berufsfeuer Werkeel, da hatte ich einen Masterranden, der lange da schon gearbeitet hat und nach vielen Jahren seinen Masterstudio noch einmal beenden wollte.
01:01:51: Deswegen hatte er seine Masterarbeit dann bei mir geschrieben und er hatte eine Umfrage gemacht.
01:01:55: Das waren sechzig BerufsFeuerwehren in Deutschland.
01:01:57: Er hat das Gleiche festgestellt wie du.
01:01:59: auch sehr heterogen um das mal vorsichtig zu formulieren Aber nicht immer schlecht.
01:02:05: Also tatsächlich hängt das, ist ein bisschen zufällig natürlich davon ab wer da das Sagen hat, wem das wie wichtig ist.
01:02:11: Da hat er tatsächlich schöne Fallbarspiele gefunden und welche wo gesagt ja okay die müssten zu den anderen mal gucken.
01:02:16: also da ist noch nicht so gut.
01:02:18: Und wenn man natürlich irgendwie etwas Zentrales hätte was mal der Benchmark oder zumindest die Leitplanke wäre dann werden wir wahrscheinlich in Deutschland besser aufgestellt.
01:02:26: ich wollte es nur noch ein bisschen Beruhigung ausstrahlen.
01:02:28: Es ist nicht alles schlecht.
01:02:30: Auf
01:02:30: jeden Fall an vielen Stellen zuvieligerweise dass ihr Vorsorge getroffen, aber ich werde jetzt auch nicht sagen in welchen Städten es vielleicht nicht so gut aussah.
01:02:38: Das weiß ja gar nicht mehr.
01:02:39: also das ist jetzt schon wieder eine Weile her.
01:02:41: Nein ich glaube auch dass es so in Anführungszeichen unser geringstes Problem.
01:02:45: also wir haben natürlich einen guten Katastrophenschutz was die Feuerwehren bei uns leisten und auch die freiwilligen Feuerwehre ist immens.
01:02:55: Ich glaube auch ganz gut vorbereitet sind.
01:03:01: Ja, da kann man noch einiges besser machen.
01:03:02: Da gibt es Lücken und im Übrigen sagen auch die Finden und Schweden wir haben ja mit denen auch gesprochen bei uns gibt's Kommunen die sind richtig Mist und es gibt Kommunen diesen wahnsinnig toll.
01:03:10: Die haben also Dezentralität hat immer einen riesen Vorteil was eben die passende lokale Lösung findet.
01:03:16: aber man muss dann auch akzeptieren dass es Qualitätsabweichungen gibt.
01:03:20: also absolut richtig beschrieben.
01:03:22: Nee nee
01:03:22: darum das ist auch gar nicht so.
01:03:24: meine Zielrichtung meine Stoßrichtung ich vielleicht kann ich kann ich es an was anderem ganz gut erklären.
01:03:31: Also Stichwort Kritis-Dachgesetz und Nies II, das ist ja so die Cyber-Variante davon, kommt ja aus der europäischen Gesetzgebung und das Kritisdachgesetz im Kern regelt eigentlich und die NiesII
01:03:47: wie hoch
01:03:48: soll sozusagen der Zaun um meine Anlage sein?
01:03:52: Das ist sozusagen einfach Gefahrenabwehr.
01:03:59: Die eher strategischen Aspekte, also wie kriege ich unter schwierigen Bedingungen vielleicht meine lebensnotwendige eben kritische Struktur wieder in Gang gebracht.
01:04:11: Da gibt es eine riesige Lehrstelle weil es überhaupt gar keine Szenarien gibt auf die sich vorbereiten sondern... Die sollen irgendwann mal kommen, die gibt es aber noch nicht.
01:04:22: Und jetzt haben wir diese Situation dass die ganzen Kritisbetreiber also alle die über fünf lebensnotwendige Dinge für über fünfhunderttausend Menschen bereitstellen sich selber dieses Szenarien überlegen müssen.
01:04:35: und ja gut für die Beraterbranche ist das vielleicht gar nicht so schlecht Ja Aber das kann eigentlich nicht sein.
01:04:42: ich finde wir müssen schon in Deutschland eine gemeinsame gesellschaftliche Vorstellung davon, die dann auch politisch unterfüttert wird entwickeln, worauf wir uns eigentlich vorbereiten.
01:04:52: Welches Schutzniveau wir auch wollen?
01:04:54: Daran hängt dann auch wiederum was wird eigentlich bezahlt.
01:04:57: Da sind jetzt vielleicht wieder beim Stromnetz.
01:05:00: Ja natürlich kann man das Stromnetze Das ist gut vorbereitet Die machen allen super Job Die rechnen natürlich mit ziemlich schlimmen Dingen in ihren zum Glück geheimen Übungen Die Stromnetzbetreiber.
01:05:11: Aber was sie nicht so genau wissen, darüber darf man reden weil das kann ja jeder in der Regulierung nachlesen.
01:05:20: Es herrscht im Augenblick ziemlich große Unklarheit Was eigentlich an Sicherheitsmaßnahmen In die Anreizregulierungen einfließt also letztlich dann überhaupt bezahlt wird.
01:05:30: Das ist eine ganz entscheidende Frage und dass muss die Politik beantworten.
01:05:33: das Schutzniveau muss die Politik festlegen.
01:05:37: Da hat sie sich bisher in weiten Teilen davor gedrückt.
01:05:43: Gut, also da gibt es noch eine Aufgabe damit auch wobei das Thema kenne ich ja auch hoch und runter.
01:05:49: zum Beispiel Schwarzstadtfähigkeit von Heizkraftwerken haben wir schon vor fünfzehn Jahren diskutiert.
01:05:55: Städte und ich weiß, Flensburg war es wichtig München was wichtig dass die in der Lage sind auch ein Inselbetrieb fahren zu können.
01:06:01: das hing aber immer von den Personen ab.
01:06:03: Das waren halt häufig Menschen die zur See gefahren sind und wissen okay wenn ich auf hoher See bin da will ich keine Situation erleben wo irgendwie der Hauptmotor ausfällt unter Hilfsmotor halt letzte Woche irgendwie im Hafen geblieben ist weil er repariert werden musste.
01:06:16: Da will ich irgendwie n-minus einziger unterwegs sein Und das ist aber unterschiedlich ausgeprägt.
01:06:21: und da haben wir auch damals lange darüber diskutiert Wenn wir das machen Und wenn wir die Kosten haben, ja wo wollen wir dir denn hinwälzen?
01:06:27: Also das war dann immer tatsächlich schwierig und insofern gebe ich dir recht Jakob.
01:06:31: Ja darf politisch klar sein damit im Grunde jeder weiß bis wohin er praktisch seine Hosenträger und Gürtel machen darf dass es nicht nachher vier Hosenträge sind mit dem man unterwegs ist.
01:06:42: aber da bin ich bei dir.
01:06:43: Danke für den Exkurs.
01:06:44: noch mal zu residen.
01:06:45: Du willst noch was sagen?
01:06:45: Ich merke das schon.
01:06:47: Das Thema beschäftigt mich halt sehr wirklich.
01:06:52: Es sind teilweise auch wirklich relativ günstige Sachen möglich.
01:06:56: Also zum Beispiel fehlen oft die Schnittstellen, die Stecker sozusagen um einen Notstromaggregat von außen in ein bestimmtes Netz einspeisen zu können.
01:07:05: Da reden wir nicht über riesige Investitionen da reden wir einfach darüber dass man sich darüber mal Gedanken macht vielleicht auch schon bei der Ausschreibung.
01:07:11: so eine weitere Sache ne?
01:07:12: Ausschreibungskriterien gerade in den Kommunen.
01:07:15: auch Wenn ich das nachrüste, wird es teuer.
01:07:20: Wenn ich ab jetzt in die Ausschreibungskriterien reinnehme für viele Dinge dann habe ich in zehn, fünfzehn Jahren zu einem sehr geringen Preis eine sehr viel resilientere Struktur.
01:07:28: und was du gerade erzählt hast Das geht doch nicht!
01:07:31: Das kann doch nicht sein In der Situation wo wir wirklich solche klar feststellbaren Risiken haben.
01:07:37: Es ist doch nicht nur Russland und hybride Kriegsführung oder sogar ein Kriegsszenario Es sind auch immense gestiegene Risiken durch wirklich schwere Klimawandelschäden, Stichwort Arthal.
01:07:50: Einfach Dinge die vorher noch nicht passiert sind.
01:07:53: Cyberangriffe auch bei der Brennstoffversorgung.
01:07:56: Ja, bei Trump so viel passierte einem Augenblick nicht.
01:08:01: Möchtest du mit mir eine Wette abschließen?
01:08:03: Wer der übernächste oder übernächstes US-Präsident ist oder ob es überhaupt noch einen in freien Wahlen bestimmten gibt.
01:08:09: Ich bin da eigentlich gar kein so großer Pesimist oder Panikmacher, aber eine Wette abschließen möchte ich darüber auch nicht.
01:08:15: Also wir müssen uns einfach darauf vorbereiten dass das Longtail ganz anders aussieht als früher also die Risiken, die wir für unwahrscheinlich gehalten haben.
01:08:26: Die Kurve...die Außenbereiche der Kurve sind einfach definitiv dicker geworden und Da kann es nicht sein, dass das wie du sagst eben davon abhängt ob mein Landrat zur See gefahren ist.
01:08:40: Das stimmt dann bin ich bei dir.
01:08:41: Das Nähmerschlusswort Jakob.
01:08:43: Ich sage vielen Dank für das Gespräch Vielen Dank für den Exkurs.
01:08:46: am Ende nochmal weil ich hatte mir das Thema Resilienz noch aufgestimmt, dass wir da auch nochmal kurz vorbeikommen.
01:08:51: Ich wünsche dir und euch alles Gute weiterhin und vielleicht sehen wir uns tatsächlich physisch auch mal in Hamburg, da freue ich mich drauf.
01:08:58: Klaus, ganz herzlichen Dank dass ich bei dir zu Gast sein durfte.
01:09:02: Hat super Spaß gemacht!
01:09:03: Ich würde alle einladen vielleicht sich das mal anzugucken bei energiemiteinander.de ist wirklich eine tolle Community und tolle Diskussion und ja ich werde auch berichten wie dann sozusagen die Modellierung endgültig ausgegangen ist und würde mich auch sehr freuen wenn wir uns im Norden mal sehen.
01:09:22: Ich
01:09:26: freue mich, dass du auch bei dieser Folge von Energie im Wandel dabei warst.
01:09:29: Wenn es dir gefallen hat, dann hinterlasse mir gerne eine positive Wertung bei deinem Podcastplayern und wenn du mir davon ein Screenshot schickst, dann erhältst Du eine digitale Version von meinem neuen Buch!
01:09:38: Bis zum nächsten Mal bei Energie im Wandeln.